Ein Produkt der mobus 200px

von Brigitte Köhler, Laufenburg

Dr. Monika Mayer Apothekerin
Vinzenz Apotheke, Rössliweg 13, 5074 Eiken
www.vinzenz-apotheke.ch

Gicht
Lieber Leser, ich hoffe, Sie hatten alle frohe und genussvolle Festtage und sind gut in das neue Jahr gestartet. Während dieser Tage haben wir sicher alle (mehr oder weniger) opulent gegessen und getrunken, wie das bei diesen schönen Feiertagen einfach dazu gehört! Jetzt ist Mass-halten wieder angesagt, und das ist sicher einer der guten Neujahrsvorsätze. Durch dieses «Schlemmen» kann bei genetisch vorbelasteten Menschen eine schleichende Stoffwechselerkrankung sicht- und spürbar werden: die Gicht. Darum ist dieser Ratgeber ihr gewidmet.
Früher wurde die Gicht die Krankheit der Könige genannt, weil sie mit einem opulenten Ess- und Trinkverhalten einhergeht. Die normale Bevölkerung konnte sich vor dem letzten Jahrhundert nur «Purin-arm» ernähren, mit hauptsächlich Brot, Milchprodukten und Kartoffeln. Also was ist jetzt die
- Ursache:
Es handelt sich um eine Stoffwechselerkrankung mit erhöhten Harnsäure-Werten im Blut. Wie bereits angedeutet ist eine genetische Komponente dabei. Von einer Hyper-Urikämie (zuviel an Harnsäure im Blut) spricht man ab einer Überschreitung der Harnsäure Konzentration von 6,5 bis 7 mg/dl im Serum. (Ein einmal festgelegter Grenzwert). Ohne Beschwerden ist dieser Wert nicht von Bedeutung. Es gibt nämlich viele Menschen, die einen erhöhten Wert haben, es nicht wissen und auch keine Beschwerden aufweisen. Also ist eine vermehrte Bildung und gleichzeitige eine verminderte Ausscheidung von Harnsäure über die Niere wichtig. Vor allem letzteres Kriterium ist ausschlaggebend! Eine vorhandene Gicht ist immer behandlungsbedürftig, um einem Nierenschaden vorzubeugen! In weit über 99% aller Fälle (ohne äussere Einwirkung) liegt eine Nierenfunktionsstörung vor (vererbt). Diese Menschen haben eine Ausscheidungsstörung für Harnsäure bei einer sonst normalen Nierenfunktion. Weitere Krankheiten wie iabetes oder Leukämie können ebenfalls zu diesen Problemen führen. Auch übermässiger Alkoholkonsum trägt dazu bei. Allgemein ist unser Lebensstil mit zu viel Genussmitteln, zu wenig Bewegung und damit verbunden zu viel Gewicht bei genetisch vorbelasteten Menschen einer der beeinflussbaren Faktoren in diesem Geschehen.
- Auswirkung:
Ein Gichtanfall ist sehr schmerzhaft. Die zu grosse Konzentration der Harnsäure bewirkt ein Ausfällen der Urat-Kristalle in den Gelenken und anderen Geweben. Ein Gichtanfall kommt meistens plötzlich und unangemeldet – häufig während man schläft. Starke Schmerzen und eine oft mit Rötung einhergehende Schwellung klassischerweise im Grosszehen-Gelenk, bewegen die Betroffenen sofort zum Arzt zu gehen. Nochmals: Das Gelenk ist gerötet, extrem schmerzempfindlich besonders bei Berührung, stark geschwollen und überwärmt = heiss. Weitere allgemeine Entzündungszeichen wie Fieber, einen Anstieg der weissen Blutkörperchen und selten Kopfschmerzen werden ebenfalls beobachtet. Vor dem Anfall sieht man erhöhte Harnsäurewerte, während des Anfalls sind sie oft normal. Podagra ist der Name für den Befall des «Fusses». Grundsätzlich kann der akute Gichtanfall, auch der erste, jedes Gelenk betreffen. Unbehandelt (seltenst, es tut sehr weh) dauert ein Anfall 2 bis 3 Wochen an. Im Krankheitsverlauf kann die «Zeit-Dauer» der Anfälle zunehmen oder sogar in der chronischen Phase so ineinander übergehen, dass es keine schmerzfreien Intervalle mehr gibt. In dieser Phase werden die Gelenke zerstört, mit Deformationen. Es kommt zu Nierensteinen und letztendlich zu Nierenversagen.
- Behandlung:
Jede Therapie ist individuell mit dem Arzt zu erstellen!
Ein akuter Gichtanfall wird klassischerweise mit hochdosiert verordneten NSAR-Schmerzmitteln behandelt. Diese Klasse der Schmerzmittel kann direkt in das Entzündungs-Geschehen eingreifen und hemmt sie dabei. Acetylsalicylsäure (bekannt als Aspirin) z.B. ist dabei nicht geeignet, es verlangsamt die Ausscheidung der Harnsäure.
Colchicin ist ein weiteres gutes Medikament. Das Gift der Herbstzeitlose wird nicht bei Menschen mit Nierenproblemen angewendet. Ansonsten wurde es bereits in der Antike für diese Erkrankung eingesetzt. Leider ist es in der Schweiz als Fertigmedikament nicht zugelassen und die Kosten müssen daher nicht von den Krankenkassen übernommen werden.
Cortison wird ebenfalls (auch in Kombination mit Schmerzmitteln) erfolgreich eingesetzt. Es zeigt mit die stärkste Entzündungshemmung.
Alle diese Medikamente bekämpfen aber nur die Symptome.
Im weiteren Ratgeber gehen wir auf die Behandlung und vor allem auf die Vorbeugung ein.

Lassen Sie sich von uns beraten: vinzenz apotheke – eine quelle der gesundheit

Lukas Rüetschi eidg. dipl. Vermögensverwalter
Hauptstrasse 43, 5070 Frick
www.ruetschi-ag.ch

Tolles Aktienjahr – wie weiter?
Wir haben die längste Aktienhausse hinter uns, und wie lange sie noch anhält, weiss niemand. Das ablaufende Jahr war vor allem für Aktienanleger mit wenigen Ausnahmen ein sehr erfreuliches Jahr. Soll man nun Gewinne mitnehmen oder laufen lassen? Gibt es verlässliche Prognosen für die Zukunft? Man solle tanzen, so lange die Musik spiele, sagt ein altes Sprichwort.
Wer jetzt aussteige, verpasse eventuell weitere Kursanstiege – das haben wir gerade in einem Bankenkommentar gelesen. Das kann sein. Auch sind die «vernünftigen» und gewinnbringenden Anla­ge­möglichkeiten im jetzigen Umfeld extrem spärlich. Sind wir aber nicht bereits in der Phase, bei welcher die Hauptmotiva­tion eines Aktienkaufs nur noch der Wiederverkauf zu einem höheren Kurs ist? Sicher bin ich nicht und es ist auch nicht ausgeschlossen, dass die Aktienkurse weiter steigen. Von einigen früheren Trendwechseln weiss ich aber, dass es ziemlich weh tut, wenn viele Anleger überstürzt den Notausgang nehmen wollen. Das führt dann zu sehr grossem Abgabedruck. Kursgewinne können sich dann innerhalb weniger Tage in Luft auflösen. Panik ist nicht angesagt. Ich bezweifle aber stark, dass die nächsten Jahre noch grosse Aktienrenditen bringen werden. Komplett aussteigen würde ich aber sicher nicht. Tendenziell aber wieder einen Gang rausnehmen und einfach viel Geduld haben.

Mehrere Jahre Negativzinsen – mit viel zu vielen Nebenwirkungen
Wenn ich ein Unwort des Jahres wählen könnte, dann das Wort «Negativzins». Zuerst als kurzfristige Massnahme gedacht, scheint er mittlerweile alternativlos zu sein. Im Namen ist das Wort «negativ» enthalten und für mich sind die zahllosen Nebenwirkungen fast ausschliesslich negativ. Völlig falsche Anreize werden gesetzt: Schulden machen lohnt sich. Der Kapitalnehmer ist oft am längeren Hebel als der Kapitalgeber. Fehlinvestitionen, weil Geld viel zu billig ist. Höherer Verschuldungshebel, da Geld (fast) gratis zu bekommen ist. Immobilienblasen mit immer mehr Leerwohnungen. Und so weiter und so weiter. Für mich rechtfertigen die massiven Nebenwirkungen den längerfristigen Einsatz der Negativzinsen nicht (ausser der finanzielle Zustand der Staaten und der Weltwirtschaft wäre viel schlechter, als man uns heute weis macht). Mir ist bewusst, dass die Schweiz in einem sehr engen Korsett ist und nur beschränkt einen Sonderzug fahren kann. Wenn aber ein Zug in die falsche Richtung fährt, sollte man sich doch immer überlegen, ob man das wirklich mitmachen will.

Allen Leserinnen und Leser wünsche ich frohe und erholsame Festtage und bedanke mich für die zahlreichen Inputs im vergangen Jahr.

Haben Sie Fragen? Dann schicken Sie mir ein Mail an
oder rufen unter 062 871 66 96 an.

Sonja Wunderlin, Naturärztin
Praxis am Laufenplatz 148, 5080 Laufenburg, Tel. 062 874 00 16

Blutegel
Bei der Blutegel-Therapie scheiden sich die Geister. Die einen schätzen die kleinen Tiere hoch, kennen die wohltuende Behandlung bereits von ihren Eltern oder Grosseltern oder von früheren Behandlungen. Andere können sich erst mal gar nicht mit dem Gedanken anfreunden, dass sich auf ihrer Haut eine Art Wurm an ihrem Blut gütlich tun sollte.
Viele Patienten möchten den Egeln erst mal nicht bei ihrer Arbeit zusehen. Bereits bei der zweiten Behandlung ändert sich ihre Einstellung meist. Die positiven Wirkungen haben das Interesse an den Tierchen geweckt. Die Egel sind gar nicht so eklig.

Der Blutegel
Von den zirka 600 bekannten Blutegel-Arten werden weltweit 15 Arten medizinisch verwendet. Hirudo medicinalis, der medizinische Blutegel, ist aufgrund seiner heilsamen Eigenschaften der Favorit. In der Schweiz wird ausserdem hirudo verbana verwendet. Der Egel hat an seinen beiden Körperenden jeweils einen Saugnapf. Mit diesen bewegt er sich fort. Der Kopf-Saugnapf ist mit feinen Zähnchen ausgestattet, mit welchen er die Haut eröffnen kann. Die Tiere sind wahre Fastenkünstler: Ein Egel trinkt nur etwa 1 cl Blut – von dieser Mahlzeit kann er länger als drei Jahre leben – ohne «Zwischenmahlzeit»!
Das engliche Wort für Blutegel, «leech» war im Mittelalter gleichbedeutend mit «Heiler», was ihre Wichtigkeit zu dieser Zeit bezeugt. Für den grossen Bedarf wurden damals Unmengen an Tieren von professionellen «Blutegel-Fängern» aus den Seen gefischt, was zum Rückgang der Egel geführt hat. Die heute in der Praxis verwendeten Medizinal-Blutegel stammen aus Schweizer Zucht und erreichen den Therapeuten ganz unaufgeregt per Nachtexpress.
Heute gibt es immer noch Blutegel in den Schweizer Seen. Sie stehen aber unter Schutz. Ich bin beispielsweise per Zufall auf einer Pflanzenwanderung über Oberkaisten nach Laufenburg auf eine spezielle Art, den eleganten Pferde-Egel, gestos­sen.

Die Blutegel-Therapie
Die Wirkungen der Blutegel sind mannigfaltig. Ihr Speichel beinhaltet mehr als 30 wirksame Substanzen. Die Wirkstoffe Hirudin, Bdellin, Eglin und Calin beispielsweise wirken blutgerinnungshemmend und entstauend. Andere Substanzen wirken direkt entzündungshemmend auf das umliegende Gewebe. Durch den Blutverlust wird die Bildung von neuen Blutzellen angeregt. Ein zusätzlicher positiver «Nebeneffekt» ist eine seelische Erleichterung, die sich unmittelbar nach der Behandlung einstellt.
Blutegel werden bei verschiedensten Erkrankungen traditionell eingesetzt. Am häufigsten sind schmerzhafte Gelenkerkrankungen wie Arthritis, Epikondylitis (Tennisarm) oder Kniearthrose oder die Daumengelenkarthrose sowie Erkrankungen der Weichteile wie rheumatische Erkrankungen oder Fibromyalgie. An zweiter Stelle stehen Erkrankungen, welche das Lymphsystem oder den Blutkreislauf betreffen: Venöse Stauungen der Beine, Venenentzündungen, Varikose (Krampf­adern) und Durchblutungsstörungen sowie erschwerte Wundheilung nach Verletzungen und operativen Eingriffen.

Blutegel im Fricktal
Alte Flurnamen wie «Igelsee» oder «Eglisee» bestätigen Egel-Vorkommen in der Schweiz. Auch im Fricktal gibt es einen solchen Ort: Zwischen Möhlin und Wallbach, nahe am Rhein, befindet sich der Zeininger «Ägelsee». Vielleicht können Sie dort ja immer noch Egel finden? 

Fragen richten Sie gerne an:
Weiterführende Informationen finden Sie unter www.sonjawunderlin.ch

lic. iur. Serap Hänggi, CAS Forensics
Rechtsberaterin
Tel.  +41 (0)61 511 09 95 +41 (0)76 325 09 95
Fax +41 (0)61 511 09 96

Nichtbekanntgabe von Betreibungen im Betreibungsregisterauszug
In der Schweiz besteht die Möglichkeit, dass jeder jeden betreiben kann. In diesem Zusammenhang sind die Betreibungsämter nur zur Prüfung der formellen Anforderungen befugt. Ob die Forderung gerechtfertigt ist oder nicht, ist hingegen nicht Gegenstand dieser Prüfung. Der betriebene Schuldner kann sich aber dagegen wiederum – egal, ob die Betreibung berechtigt ist oder nicht – mit Rechtsvorschlag wehren, wodurch das Betreibungsverfahren für den Schuldner stillsteht und der Gläubiger wieder am Zug ist. Im Betreibungsregisterauszug verbleibt jedoch der Eintrag mit der Bemerkung «Rechtsvorschlag erhoben» weiterhin bestehen.

Eine Löschung ohne den Gerichtsweg zu beschreiten war bis anfangs Jahr nicht möglich. Die Revision des SchKG sieht aber seither die Möglichkeit vor, Betreibungen im Betreibungsregister nicht mehr bekannt zu geben, ohne dass gleich der Gerichtsweg zur Löschung eingeschlagen werden muss. Seit dem 1. Januar 2019 haben Schuldner bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen neu die Möglichkeit, mittels eines Gesuchs zu verlangen, dass Betreibungen nicht mehr auf dem Betreibungsregisterauszug ersichtlich sind. So gibt das Betreibungsamt gestützt auf die neue Bestimmung (Art. 8a Abs. 3 SchKG) Dritten keine Kenntnis von einer Betreibung, wenn der Schuldner nach Ablauf einer Frist von 3 Monaten seit Zustellung des Zahlungsbefehls ein entsprechendes Gesuch stellt und die Nichtbekanntgabe der Betreibung – was einer «Löschung» gleichkommt – beantragt. Dies aber nur, sofern der Gläubiger auf dieses Gesuch hin, nach Ablauf einer vom Betreibungsamt angesetzten Frist von 20 Tagen zur Stellungnahme, den Nachweis nicht erbringt, dass rechtzeitig ein Verfahren zur Beseitigung des Rechtsvorschlages eingeleitet wurde.

Zusammenfassend heisst das, dass der Schuldner, nachdem er Rechtsvorschlag erhoben hat, erst einmal 3 Monate ab Zustellung des Zahlungsbefehls abwarten muss. Wenn der Gläubiger während dieser 3 Monate (oder auch jederzeit danach) kein Verfahren zur Beseitigung des Rechtsvorschlags eingeleitet oder Klage eingereicht hat, kann der Schuldner beim Betreibungsamt ein Gesuch stellen, dass die betreffende Betreibung Dritten nicht mehr zur Kenntnis gebracht werden soll. Das Betreibungsamt fordert den betreibenden Gläubiger umgehend auf, innerhalb einer Frist von 20 Tagen zum Gesuch Stellung zu nehmen. Falls der Gläubiger bis zum Ablauf der Frist keinen Nachweis erbracht hat, dass er ein Verfahren zur Beseitigung des Rechtsvorschlages eingeleitet hat, gibt das Betreibungsamt dem Gesuch statt und führt die betreffende Betreibung von diesem Zeitpunkt an im Betreibungsauszug nicht mehr auf. Das Gesuch wird jedoch abgewiesen, wenn der Schuldner gegen die Betreibung keinen Rechtsvorschlag oder aber nur Teilrechtsvorschlag erhoben hat, da in solch einem Fall kein Rechtsschutzinteresse besteht, da die Forderung als nicht bestritten gilt. Die Gebühr für ein solches Gesuch beträgt pauschal 40 Franken.
Sollten Sie in diesem Zusammenhang Fragen oder weitere Ausführungen wünschen, können Sie uns jederzeit konsultieren.

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Von Jürg Keller, Rheinfelden

von Viktor Müller, Frick

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