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Bild (von links): Domantas Pranckevicius, École internationale de Genève (GE), Eric Lüscher, Mathematisch-Naturwissenschaftliches Gymnasium Rämibühl (ZH), Kashvi Duggal, Gymnasium Kirschgarten (BS), Elihu Bao, Kantonsschule Wettingen (AG), Harry Willeke (AG), abgeschlossene Banklehre. Foto: YES

Schweizer Schüler gewinnen erstmals Gold bei der Internationalen Wirtschafts-Olympiade

(pd) Das fünfköpfige Schweizer Team bei der 9. Internationalen Wirtschafts-Olympiade (12.-20. Juli in Shenzhen, China) hat einen neuen Rekord gesetzt. Zum ersten Mal in der Geschichte des Wettbewerbs gewannen Schweizer Jugendliche Goldmedaillen – und zwar nicht nur eine, sondern gleich zwei. Zudem räumten die jungen Talente, darunter zwei Aargauer, zwei Silbermedaillen, eine Bronzemedaille und den zweiten Rang im Business Case ab.

Vom 12. bis 20. Juli fand im chinesischen Shenzhen die Internationale Wirtschafts-Olympiade statt. Zum ersten Mal in der Geschichte des Wettbewerbs gewannen Schweizer Jugendliche Goldmedaillen – und zwar nicht nur eine, sondern gleich zwei. Zu den stolzen Gold-Gewinnern gehört Elihu Bao von der Kantonsschule Wettingen, der nächste Woche direkt nach Rumänien weiterreist, um an der Internationalen Linguistik-Olympiade teilzunehmen. Ein zweiter Aargauer - Harry Willeke aus Künten - räumte Silber ab.

Eine weitere Silbermedaille wurde in Litauen verliehen. Dort fand vom 12. bis 19. Juli die Internationale Biologie-Olympiade statt. Die Prüfungen erforderten viel Wissen, aber auch Fingerspitzengefühl und Stressresistenz: So mussten die Teilnehmenden zum Beispiel unter Zeitdruck das Mundwerkzeug einer Fliege sezieren. Benjamin Meyer aus Schöftland (Alte Kanti Aarau) gewann Silber, die Goldmedaille verpasste er nur knapp. Die zweite Aargauerin im Team, Zuzanna Scislowicz aus Wettingen (Kantonsschule Baden), gewann keine Medaille - sie konnte sich aber auch nicht vorbereiten, da ihre Teilnahme eine spontane Aktion war. Sie hatte sich beim nationalen Finale im April eigentlich nicht für die internationale Runde qualifiziert, konnte aber aufgrund einer Krankmeldung am Vortag der Abreise noch nachrücken.

Der Wettbewerb der Internationalen Wirtschafts-Olympiade besteht aus zwei Einzelprüfungen zu Ökonomie und Finanzen sowie einem «Business Case», der als Team innerhalb von 24 Stunden erarbeitet und der Jury präsentiert wird. Die Aufgabe war es, zu beurteilen, ob sich eine Sonderwirtschaftszone für die Schweiz lohnen würde. «Unsere Analyse hat ergeben, dass dies nicht sinnvoll wäre und dass der beste Weg, das langfristige Wachstum der Schweizer Wirtschaft zu fördern, darin besteht, mehr Geld in Schweizer Start-ups zu investieren», erklärt Harry Willeke. Für ihre Lösung erhielt die Schweiz nach Kanada die zweithöchste Punktzahl im Business Case.

Vorbereitet hatten sich die Schweizerinnen und Schweizer unter anderem, indem sie online als Gastdelegation am nationale Finale von Singapur teilnahmen – mit grossem Erfolg.

Neben den Medaillen bot die Wirtschafts-Olympiade den Teilnehmenden auch die Gelegenheit, sich ein internationales Netzwerk aufzubauen und das Gastgeberland kennenzulernen. Elihu Bao erzählt, dass er sogar ein paar alte Bekannte traf, da es seine zweite Teilnahme am Wettbewerb war. Nächstes Jahr möchte er erneut teilnehmen und eine noch eine bessere Punktzahl erzielen.

Die Wirtschafts-Olympiade ist Teil der Wissenschafts-Olympiade, die Wettbewerbe in elf Fächern anbietet, und eines der sechs praxisorientierten Wirtschafts- und Meinungsbildungsprogramme von Young Enterprise Switzerland (YES). An der Wirtschafts-Olympiade können Schülerinnen und Schüler bis zum Alter von 19 Jahren teilnehmen. In einem ersten Schritt legen die Jugendlichen online eine Prüfung zu Wirtschaftsthemen ab. Die zwölf Teilnehmenden mit der höchsten Punktzahl qualifizieren sich für das nationale Finale. Als Vorbereitung darauf dient ein dreitägiges Innovation Camp. Die fünf Gewinnerinnen und Gewinner des nationalen Finals reisen an die Internationale Wirtschafts-Olympiade. Wer mitmachen möchte, kann nach den Sommerferien online an der ersten Runde teilnehmen.

Bild (von links): Domantas Pranckevicius, École internationale de Genève (GE), Eric Lüscher, Mathematisch-Naturwissenschaftliches Gymnasium Rämibühl (ZH), Kashvi Duggal, Gymnasium Kirschgarten (BS), Elihu Bao, Kantonsschule Wettingen (AG), Harry Willeke (AG), abgeschlossene Banklehre. Foto: YES