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Notunterkunft Lenzburg: Baugesuch für Aussenaufenthaltsplatz

(pd) Die kantonale Notunterkunft Lenzburg wurde im Dezember 2024 wegen der Bauarbeiten für das neue Gebäude E des Weiterbildungszentrums geschlossen. Diese Bauarbeiten sind abgeschlossen. Derzeit besteht kein Bedarf für die Wiedereröffnung der Notunterkunft. Im Sinne einer vorbereitenden Massnahme für eine allfällige Wiedereröffnung reicht der Kantonale Sozialdienst (KSD) ein Baugesuch für einen Aussenaufenthaltsplatz ein.

Die Notunterkunft Lenzburg in der Geschützten Sanitätsstelle (GSS) war vom 13. Dezember 2023 bis Ende Dezember 2024 in Betrieb. Aufgrund der guten Erfahrung hat der KSD bereits bei der baubedingten Schliessung informiert, dass eine spätere Wiedereröffnung möglich ist. Mit dem Auslaufen der befristeten Verordnung über die Bewältigung sozialer Notstände betreffend schutzsuchender Personen (VBNS) am 13. Januar 2025 fiel das in der Verordnung geregelte vereinfachte und verkürzte Baubewilligungsverfahren für Aussenaufenthaltsräume bei Notunterkünften weg. Der KSD muss somit mehr Vorlaufszeit für die Eröffnung von Notunterkünften einplanen. Dazu gehört die frühzeitige Eingabe von Baugesuchen, ohne dass eine Eröffnung absehbar ist.

Vor diesem Hintergrund reicht der KSD bei der Stadt Lenzburg ein Baugesuch für einen angepassten Aussenaufenthaltsplatz ein. Bei Wiedereröffnung der Notunterkunft Lenzburg würde diese den unterirdisch untergebrachten Personen als oberirdische Aufenthaltsmöglichkeit dienen und so zu einem ruhigen Betrieb beitragen.

Notlage im Asylbereich dauert an
Der Kanton Aargau befindet sich im Asylbereich seit dem 11. Januar 2023 in einer Notlage gemäss kantonalem Bevölkerungs- und Zivilschutzgesetz. Am 1. Oktober 2026 lebten 9982 Personen aus dem Asylbereich im Kanton Aargau (in Kantons- und Gemeindeunterkünften). Die regulären Familien- und Männerunterkünfte sind fast voll ausgelastet (90 respektive 95 % belegt). Der KSD betreibt derzeit 79 Asylunterkünfte. Die acht unterirdischen Notunterkünfte mit total 1140 Plätzen sind aktuell zu rund 55 Prozent ausgelastet. Der KSD berechnet basierend auf den Prognosen des SEM laufend Szenarien, wie lange die Kapazitäten bei unterschiedlich hohen Zuweisungszahlen ausreichen. Wenn absehbar wird, dass die freien Kapazitäten nicht mehr ausreichen, nimmt der KSD die Eröffnung einer weiteren Notunterkunft an die Hand.