(pd) Am 7. Mai hat die erste Sitzung der Projektsteuerung Gesamtverkehrskonzept (GVK) Raum Zurzibiet stattgefunden. Die Projektsteuerung hat den Startschuss für die Massnahmenplanung erteilt. In den nächsten drei Jahren erarbeiten Kanton, Regionalplanungsverband und Gemeinden gemeinsam Massnahmen für ein zuverlässiges Verkehrsnetz im Zurzibiet.
Das Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) hat gemeinsam mit ZurzibietRegio offiziell die Massnahmenplanung des Gesamtverkehrskonzepts (GVK) Raum Zurzibiet gestartet. Die Basis hierfür dazu bilden die in einer ersten Projektphase gemeinsam erarbeitete Übersicht über die relevanten Rahmenbedingungen und das Zielbild. Diese sind mit den ebenfalls gemeinsam entwickelten
Stossrichtungen und Massnahmenansätzen im «Synthesebericht GVK Raum Zurzibiet» festgehalten.
Gemäss Zielbild ist das Zurzibiet auch in Zukunft eine attraktive Wohnregion mit eigener Identität und hoher Lebensqualität. Auch ist das Zurzibiet mit allen Verkehrsmitteln optimal an die grösseren Städte Baden, Brugg und Waldshut-Tiengen angebunden sowie mit den umliegenden Gemeinden und Regionen vernetzt. Im Sinne dieses Zielbilds erarbeiten Kanton, Regionalplanungsverband und
Gemeinden* nun gemeinsam die erforderlichen Massnahmen für ein zuverlässiges Verkehrsnetz im Zurzibiet.
Massnahmenplanung über alle Verkehrsträger
In der Sitzung vom 7. Mai befasste sich die Projektsteuerung** des GVK mit dem Überblick über die Massnahmenplanung sowie mit der Priorisierung der Arbeiten für das Jahr 2026. Der Fokus für die Planungen im Bereich der Kantonsstrassen liegt auf dem GVK-Planungsszenario mit Zeithorizont bis 2050. Ziel dieses GVK-Planungsszenarios ist es, Zielwerte für die künftigen Verkehrsmittelanteile
festzulegen und darauf aufbauend die erforderlichen Massnahmen für eine verträgliche Abwicklung des Verkehrs zu definieren. Auf Grundlage dieser Überlegungen wird anschliessend ein Verkehrsmanagementkonzept für das Zurzibiet erarbeitet. Dieses soll in Abstimmung mit den Verkehrsmanagement-Räumen Brugg und Baden Optimierungen im bestehenden Verkehrsnetz aufzeigen. Die resultierenden Massnahmen tragen zu zuverlässigen Reisezeiten und einer gesicherten Erreichbarkeit des Zurzibiets im Wirtschafts- und Privatverkehr bei.
Weiterer Handlungsbedarf besteht aus Sicht der Projektsteuerung im Bereich Siggenthal-Station. Für die kantonale Döttingerstrasse sind Massnahmen auszuarbeiten, welche auf die verkehrlichen und siedlungsplanerischen Anforderungen im Bereich Siggenthal-Station zugeschnitten sind. Die Umsetzung von Massnahmen im Bereich Siggenthal-Station liegt im Interesse des gesamten Zurzibiets.
öV-Angebot und Velonetz
Weitere Massnahmen, die aus Sicht der Projektsteuerung ab 2026 mit Priorität auszuarbeiten sind, betreffen das künftige öV-Angebot. Für den Bereich öV-Angebot werden unter Berücksichtigung der Entwicklungen zum «Verkehr '45» die Massnahmen aus der Phase 1 zur Verbesserung des öV-Angebotes innerhalb des Zurzibiets und zur Vernetzung mit den benachbarten Städten weiter vertieft. Bereits ab Ende 2027 – mit der Inbetriebnahme der elektrifizierten Hochrheinbahn – wird das Zurzibiet mit einem Umstieg in Waldshut an den neuen Hochrhein-Bodensee-Express (HBE) Basel Bad–Schaffhausen–Konstanz–Romanshorn–St. Gallen angebunden. Gemeinsam mit dem IRE Basel–Schaffhausen–Singen gewinnt das Bahnangebot am Hochrhein an Attraktivität.
Als weitere Massnahme für die Jahre 2026 und 2027 unterstützt die Projektsteuerung die grundlegende Überprüfung und Überarbeitung des Velonetzes im Zurzibiet. Unter der Leitung des Kantons und mit Einbezug des Regionalplanungsverbandes sowie der Gemeinden arbeiten die Beteiligten in den nächsten anderthalb Jahren die Massnahmen aus, die für ein sicheres und direktes Velonetz im Zurzibiet erforderlich sind. Das Ergebnis der Velonetzplanung Zurzibiet fliesst in die aktuell laufende kantonale Velonetzrevision ein. Neben einem attraktiven öV trägt auch ein attraktives und sicheres Velonetz zur Entlastung des Strassennetzes bei.
In einer eigenen Projektorganisation ausserhalb des GVK Raum Zurzibiet werden der Ersatz der Rheinbrücke Waldshut-Koblenz in Abstimmung mit der Zollinfrastrukturen sowie die Planung des Zu-laufs zum Grenzübergang Waldshut-Koblenz bearbeitet. Die grenzüberschreitende Abstimmung hierzu mit dem Regierungspräsidium Freiburg läuft, über den Start dieser Planungen wird zu gege-bener Zeit separat kommuniziert.
*Gemeinden ZurzibietRegio in der Begleitgruppe des GVK: Böttstein, Döttingen, Ehrendingen, Endingen, Fisibach, Full-Reuenthal, Klingnau, Koblenz, Leibstadt, Lengnau AG, Leuggern, Mandach, Mellikon, Schneisingen, Schwaderloch, Siglistorf, Tegerfelden, Villigen, Würenlingen, Zurzach.
**Die Projektsteuerung des GVK Raum Zurzibiet ist wie folgt zusammengesetzt: Vertreterinnen und Vertreter der kantonalen Abteilungen Verkehrsplanung und Tiefbau des Kantons Aargau und Vertreterinnen und Vertreter des Regionalplanungsverbands Zurzibiet Regio sowie dessen Talschaften Rhein-, Aare-, und Surbtal.