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Dr. Monika Mayer Apothekerin
Vinzenz Apotheke, Rössliweg 13, 5074 Eiken
www.vinzenz-apotheke.ch

Zecken-Erkrankungen 3: Tularämie (Hasenpest)

Unser 3. Ratgeber ist der noch seltenen Krankheit Tularämie gewidmet. Ich habe diese Erkrankung das erste Mal im Fernsehen bei «Ärzte gegen Internet» kennen gelernt. Da sie ebenfalls von Zecken übertragen werden kann, darf sie in dieser «Serie» nicht fehlen. Die Erkrankung ist ebenfalls meldepflichtig.
Es ist eine Tierkrankheit, die gelegentlich auf den Menschen übertragen wird. Der Name Hasenpest zeigt, wer das eigentliche «Opfer» ist: verschiedene kleine Säugetiere (wildlebende Hasen, Kaninchen und Nagetiere wie Mäuse, Ratten oder Eichhörnchen). Das Beschwerdebild ähnelt der Pest: eiternde, nicht heilende Wunden wie Beulen mit Lymphknotenbeteiligung. Der Name Tularämie wurde von dem «entdeckenden» Arzt namens Edward Francis gegeben. Er arbeitete in Tulare in Kalifornien USA. Das Bakterium heisst daher Francisella tularensis. Es ist hochansteckend, sehr klein und kälteresistent. Es wird durch Wärme und die üblichen Desinfektionsmittel zerstört

Übertragung:
Über direkten und indirekten Kontakt mit infizierten Tieren (auch beim Jagen, Enthäuten oder Schlachten). Der indirekte Weg geht über Stiche oder Bisse von Parasiten der infizierten Tiere wie Zecken, Flöhe etc. oder durch das Einatmen erregerhaltigen Staubes (verunreinigtes Heu, Silofutter, Erde, Staub etc.).

Krankheitsbild/Symptome:
Bei Tieren verläuft die Erkrankung meist tödlich. Haushunde oder Hauskatzen scheinen gegenüber dem Erreger weitgehend resistent zu sein. In seltenen Fällen kommt es zu einem Krankheitsausbruch mit Fieber, Leber-, Milz- und Lymphknotenschwellung, Gelbsucht, Schnupfen etc. Die erkrankten Tiere werden wie die Menschen mit Antibiotika behandelt.
Bei den Menschen tritt die Krankheit nach 3 bis 5, selten erst nach 21 Tagen auf. Die Symptome sind Fieber, fortschreitende Entzündung der Eintrittsstelle mit einer Lymphknotenschwellung. Beim Einatmen des Erregers treten hohes Fieber auf und Entzündungen in den betroffenen Organen (meist die Lunge, Lungenentzündung).

Diagnose:
Der Erreger kann im Labor nachgewiesen werden (über eine Anzucht auf Nährmedien oder direkt über Nukleinsäure-Nachweisverfahren und Antigen-Nachweise).

Therapie:
In der Regel mit Antibiotika, je nach Situation wird das geeignetste ausgewählt. Da es sich um eine schwere lebensbedrohende Erkrankung handelt, insbesondere bei der inneren Form, ist eine Therapie unumgänglich! Ohne antibiotische Behandlung ist die Sterblichkeits-Rate über 30%. Die amerikanischen Tularämie-Formen sind noch deutlich gefährlicher (virulenter).
Eine überstandene Erkrankung hinterlässt eine lebenslange Immunität!

Vorbeugung:
Es existiert in den USA ein abgeschwächter Lebendimpfstoff, der aber in Europa nicht erhältlich ist. Bei einer wahrscheinlichen Exposition (z.B. in einem Labor)kann man eine medikamentöse Prophylaxe erwägen. Beim Auftreten von Symptomen wird therapiert.

Zecken allgemein:
Zu den Überträgern zurückkehrend ist in der Schweiz eine Präventions-App zu Zecken für Smartphones erhältlich. Interessierte können sie auf ihr Handy laden. Sie gibt viele Informationen rund um Zecken. Z.B. wie sie entfernt werden können, was dann zu tun ist und vieles mehr.

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Zecken Erkrankungen 2: Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)
Unser 2. Ratgeber ist der seltenen viralen Krankheit gewidmet, die durch den Stich/Biss einer infektiösen Zecke übertragen wird. Im Gegensatz zur Borreliose gibt es keine spezifische Behandlung, aber eine wirksame Impfung.
Das BAG überwacht die FSME seit 1988 im obligatorischen Meldesystem für Infektionskrankheiten. Es zeigen sich grosse Schwankungen (39 bis 332). Die Fallzahlen steigen und zeigen dieses Jahr (Angaben bis Ende Juli) den Höchststand.
Ein Grund dafür ist die Klimaveränderung mit milden Wintern und wärmeren Sommern. Man kann ein Informationsblatt zur Zeckenenzephalitis auf der Homepage des BAG herunterladen.
Die Erkrankung verläuft bei 70 bis 90% ohne Symptome! Ansonsten sieht man 2 Phasen: Beginn mit grippeähnlichen Symptomen, (bei den meisten Erkrankten endet damit die Infektion). Bei 20-30 % setzt die zweite Phase ein: Befall des zentralen Nervensystems (Hirnhaut oder Gehirnentzündung). Der Verlauf ist bei Erwachsenen schwerer als bei Kindern.

Erscheinungsbild/Symptome:
Das FSME-Virus wird beim Biss/Stich aus der Speicheldrüse der Zecke übertragen. Nach 2 bis 20 Tagen treten in der frühen Phase (Dauer 4-6 Tage) Fieber, Kopf-, Gliederschmerzen, Übelkeit und Erbrechen auf. Gelegentlich kommt es zu neurologischen Symptomen wie Sehstörungen. Danach folgt eine kurze Zeit ohne Beschwerden. Bei dem grössten Teil der Patienten 70 bis 80% ist damit die Erkrankung abgeschlossen.
Bei 20 bis 30% der Infizierten kommt es wenige Tage später zu einem zweiten Fiebergipfel mit bis zu 40°C Körpertemperatur. Es treten auch Zeichen einer Gehirn- und Hirnhautbeteiligung auf. Das sind z.B. starke Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit Lichtempfindlichkeit, Schwindel, Sprech-, Gehstörungen und Lähmungserscheinungen. Diese Erscheinungen können mehrere Monate andauern. Glücklicherweise kann es selbst nach schweren Verläufen zur völligen Ausheilung kommen. In dieser 2. Phase kommt es bei der Hälfte der Patienten zu einer Hirnhautentzündung. Andere leiden zusätzlich unter einer Entzündung des Gehirnes mit schweren Bewusstseinsstörungen und Lähmungen hin bis zur Atemlähmung. Bei 1 bis 2 % führt die Erkrankung zum Tod.

Behandlung:
Wie bereits gesagt, gibt es keine ursächliche Behandlung. Es können nur die Symptome gelindert werden. Bettruhe und allenfalls Schmerzmittel werden in den «einfacheren» Fällen gegeben, intensivmedizinische Betreuung bis zur Beatmung braucht es bei den schlimmen Verlaufsformen.

Vorbeugung:
Die allgemeinen vorbeugenden Massnahmen sind immer an erster Stelle zu nennen. Daher gilt: adäquate Kleidung tragen, Repellentien = Zeckenabschreckende Sprays anwenden und Impfen!
Da bei Kindern ein milderer Verlauf beobachtet wird, gelten die Impfempfehlungen erst ab 6 Jahren.

Impfen:
Gemäss BAG ist die ganze Schweiz mit Ausnahme der Kantone Genf und Tessin FSME-Risikogebiet. Eine gute Zeit zum Impfen ist logischerweise in den Wintermonaten (keine Zeckenaktivität). Die Grundimmunisierung erfordert 3 Injektionen (ein zeitlich begrenzter Schutz existiert bereits nach der 2. Injektion). Die ersten beiden Impfungen werden im Abstand von einem Monat verabreicht, die 3. (je gewählter Impfstoff) 5 bis12 Monate später. Auffrisch-Impfungen werden alle 10 Jahre empfohlen. Nebenwirkungen sind selten und verschwinden in der Regel nach 1 bis 2 Tagen (Rötung, Schmerz und eine kleine Schwellung bei der Einstichstelle). Die Kosten werden von der Grundversicherung übernommen, bei beruflicher Notwendigkeit (Förster, Waldarbeiter u.a.) bezahlt der Arbeitgeber.

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Zecken Erkrankungen 1: Lyme Borreliose
Es handelt sich dabei um eine bakterielle Erkrankung. Sie wird durch das Bakterium Borrelia burgdorferi oder durch verwandte Borrelien aus der Gruppe der Spirochäten übertragen. In unseren Breiten wird sie meistens durch den Biss einer infizierten Zecke ausgelöst, die menschliches Blut saugt. Laut BAG sind rund 5 bis 30% (stellenweise bis zu 50 %) der Zecken mit dem Bakterium infiziert. Daraus «errechnet» das BAG die Zahl der jährlich Erkrankten (ca. 10 000 Personen).
(Es gibt auch Anzeichen, dass fliegende Insekten wie Pferdebremen oder Steckmücken die Erkrankung auslösen könnten.)
Der Name der Erkrankung kommt von dem Ort, an dem erstmalig ein gehäuftes Auftreten von Krankheitssymptomen in Verbindung mit Zeckenbissen beschrieben wurde: 1975 in Amerika im Ort Lyme. Und aus der Bezeichnung der Erregerfamilie, die nach dem französischen Bakteriologen Amédée Borrel benannt ist. Der Name des Bakteriums stammt vom amerikanischen Bakteriologen Willy Burgdorfer (Ihm gelang der Nachweis dieser Borrelienart aus der Zecke).
Infektion:
Eine Borrelien-Infektion ist erst nach einer Verweildauer der erwachsenen Zecke am Körper nach ca. 16 Stunden wahrscheinlich. Zeckenlarven übertragen in der Regel die Krankheit nicht. Laut BAG tragen weniger als 1 % Borrelien in sich. Und ganz wichtig: In der Regel verläuft ein Zeckenbiss völlig symptomlos und nur bei 5 % aller Zeckenbisse resultiert eine Borreliose!
Erscheinungsbild:
Es ist leider recht vielseitig. (Wir haben sie im vorhergehenden Ratgeber bereits beschrieben: Wanderröte, «grippeartige Beschwerden etc.).
Die Krankheit verläuft in 3 Stadien:
1. Stadium: Frühstadium:
Nach einer Inkubationszeit (die Zeit zwischen dem Biss und dem Auftreten von ersten Symptomen) von 5 bis 29 Tagen kommt es meist zu einer Lokallinfektion der Haut. Es können aber auch Allgemeinsymptome wir Fieber, Kopfschmerzen und allgemeines Krankheitsgefühl mit Gliederschmerzen und Abgeschlagenheit auftreten. Der Arzt kann in diesem Stadium mit einer Antibiotikagabe (wichtig ist eine genügend hohe und genügend lange Dosis) behandeln.
BAG: Dauer 1 bis 30 Tage, bei Symptomen (s.o.) zum Arzt!
2. Stadium: (Streuung) des Erregers
Je nach Quelle liest man in der Literatur, dass sich die Erreger nach 4 bis 16 Wochen oder 20 bis 59 Tagen im ganzen Körper ausbreiten. Es werden auch längere Inkubations- und Latenz-Zeiten beschrieben. Die Patienten berichten von grippeähnlichen Symptomen wie Fieber und Kopfschmerzen mit typischerweise starken Schweissausbrüchen. Durch die Ausbreitung im Körper kann es zu einem Befall der Organe, der Gelenke und Muskeln sowie des peripheren und zentralen Nervensystems kommen. Auch in diesem Stadium kann noch mit hochdosierten Antibiotika geholfen werden. (Betonung es kann, es wirkt je nach dem aber nicht wie gewünscht). Die Symptomatik ist schwierig einem Zeckenbiss zu zuordnen!
BAG: Dauer: einige Wochen bis mehrere Monate, Symptome: Rücken- und Nackenshmerzen sowie Missempfindungen und Lähmungen im Gesicht. Auch Gelenkschmerzen können während dieser Phase auftreten, seltener Herz- oder Augenbeschwerden.
3. Stadium: Spätstadium oder Spätmanifestation / post-treatment Lyme Disease Syndrome (PTLDS)
Nach mehreren Monaten oder nach Zeiten ohne Symptome (= Latenzzeit die Monate oder Jahre dauern kann) ist ein Wiederaufflackern der Erkrankung möglich. Es wird ein durch die Infektion ausgelöster Autoimmunprozess in diesem Stadium vermutet.
BAG: Dauer: einige Jahre nach dem Zeckenbiss: Symptome: Hautveränderungen, Gelenkbeschwerden sowie Störungen des Gangs und der Blasenfunktion.
Therapie:
Wie bereits mehrfach angesprochen ist die Antibiotika-Therapie im Frühstadium sehr erfolgreich und damit so wichtig. Während der Streuung des Erregers ist die Antibiotikagabe möglich, aber nicht mehr so erfolgreich. Im Spätstadium verlangt eine Therapie die Zusammenarbeit von verschiedenen Fachdisziplinen. Hier helfen Antibiotika alleine mehrheitlich unzureichend.
Impfstoff:
Leider gibt es keinen Impfstoff gegen diese Krankheit. Wegen der Unterschiedlichkeit der Stämme ist eine Entwicklung schwierig. Ein in den USA zugelassener Impfstoff wurde wegen unerwünschter Wirkungen 2002 wieder vom Markt genommen. Für Tiere (Hunde und Pferde) gibt es in Deutschland einen Impfstoff.
Es gilt daher nach wie vor
Vorbeugen:
- Schützen mit Kleidung und Anti-Zecken-Sprays
- Nach jedem Aufenthalt im Freien, besonders in Waldnähe, Kontrolle des Körpers auf Zecken!

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«Sitzprobleme» Teil 2
Wie behandeln?
Wie bereits im ersten Ratgeber erwähnt, ist bei einem erstmaligen Auftreten, die Symptome wurden beschrieben, ein Arztbesuch zur Abklärung notwendig!
Wir in der Apotheke oder Drogerie dürfen nur bei den beiden ersten Schweregraden Empfehlungen machen. Sie bewirken eine Linderung durch die Verringerung der Symptome, und sie versuchen eine Rückbildung der Hämorrhoidal-Polster zu bewirken. Eine Verhaltensänderung muss zur Genesung ebenfalls erfolgen!
Beruhigend ist die Tatsache, dass es in der Regel zu Spontanrückbildungen innerhalb von weniger als 2 Wochen kommt. In diesen Fällen ist die Verhaltensänderung ausschlaggebend, damit die Besserung anhalten kann.

Was muss also immer geändert werden?
• «Stuhlregulierende» Massnahmen: d.h. es müssen mehr Ballaststoffe in die Ernährung aufgenommen werden und die Menge an eingenommener Flüssigkeit muss ebenfalls erhöht werden. Leider ist das ein allgemeiner Hinweis. Ballaststoffe sind in Gemüsen und Obst natürlicherweise vorhanden. Also den Speiseplan in diese Richtung verändern. Vollkornprodukte enthalten ebenfalls viel mehr Ballaststoffe. Eine andere Variante ist die tägliche Einnahme von Quellmitteln. Die Natur bietet zum Beispiel Flohsamen oder Leinsamen an. Es gibt auch vorverarbeitete Produkte (auf natürlicher Basis) zu kaufen. Diese müssen jeweils mit genügend(!) Flüssigkeit eingenommen werden. Diese Massnahmen müssen täglich erfolgen.
• Eine gute Pflege, wie Sitzbäder mit entzündungshemmenden Zusätzen (Kamille, Schwarztee oder Eichenrinde, keine Seife) helfen ebenfalls. Es helfen auch die speziellen Toilettenaufsätze, die nur mit warmem Wasser reinigen. Ein Wort zur Reinigung: Das Beste ist Wasser oder zuerst mit weichem Toilettenpapier und anschliessend feucht säubern. Die im Handel angebotenen Tüchlein haben allerdings das Risiko allergischer Reaktionen. Ebenfalls sind parfümierte Produkte zu meiden.
• Baumwollunterwäsche ist saugfähig und luftdurchlässig, damit ist eine Verdunstung der Feuchtigkeit möglich.
• Individuell sollte auf das Konsumieren von «Schleimhaut reizenden» Nahrungsmitteln wie z.B. Kaffee, Alkohol, scharfe Gewürze oder scharfer Senf verzichtet oder der Genuss minimiert werden.
• Langes Sitzen, Liegen und allgemein der Bewegungsmangel erhöhen die Gefahr von hartem Stuhl. Regelmässige Bewegung ist auch hier Trumpf.
• Häufiges Tragen schwerer Lasten sollte ebenfalls minimiert werden.
• Und wie immer, bei einem allfälligen Übergewicht, ist eine Gewichtsreduktion ebenfalls hilfreich.
Behandlung:
• Vorübergehend können milde Abführmittel eingesetzt werden. (Ärztlich verordnete Abführmittel können, dürfen oder müssen über lange Zeit angewendet werden.) Dabei handelt es sich um sogenannte osmotische Laxantien, die über ihre Wasserbindung den Darm einerseits mehr füllen und andererseits den Inhalt «auflockern» können.
• Lokal angewendete Gleitmittel wie Vaseline oder wasserhaltige Gels werden als Erstes angewendet. Sie verringern die Reibung bei der Darmentleerung und schützen damit die Schleimhaut. Ihre Wirkung scheint gleich zu sein wie die anderen eingesetzten «Salben» mit den diversen «Wirkstoffen». Letztere enthalten üblicherweise lokal wirkende Anästhetika (betäuben die Stelle), entzündungshemmende oder zusammenziehende Zusätze. Manche enthalten noch die Venen schützenden Stoffe. Normalerweise wird dieser Effekt durch eingenommene Wirkstoffe erreicht. Es gibt sogenannte Venentonika, die einerseits bei «allgemeinen» Venenproblemen als auch in diesem eher speziellen Fall mit Erfolg eingesetzt werden.

Zur Anwendung:
Zäpfchen sollen nicht zu weit eingeführt werden (der Patient sollte das Zäpfchen noch mit der Fingerkuppe ertasten können). Zu weit eingeführte Präparate kommen nicht genügend mit den Hämorrhoiden in Berührung.
Salben mit einem Applikator müssen so angewendet werden: Erst beim Herausziehen soll auf die Tube gedrückt werden. Auf diese Weise gelangt die Salbe rundum auf die zu behandelnde Region, in den After und auf seinen Rand.
• Ebenfalls kommen Schmerzmittel zum Einnehmen, in den üblichen Dosierungen, kurzfristig zum Einsatz.

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«Winter»-Fit 2020
Eigentlich ist der Winter ja schon fast vorbei, aber Krankheiten kursieren mehr denn je. Wir wollen alle gesund bleiben und sollten wissen, wie wir uns schützen können.
Zu diesem Wissen möchten wir an dieser Stelle noch einige Tipps beifügen.
• Gehen Sie täglich draussen spazieren, Licht ist gut für den Körper und die Seele.
• Lüften Sie genügend oft. Eine kurze Öffnung aller Fenster mehrmals täglich genügt.
• Essen Sie bewusst vitale Nahrungsmittel wie Wintergemüse, insbesondere Kohlgemüse, frische Kräuter, erweitern Sie ihren Speiseplan mit Getreiden wie Hafer und Roggen (Flocken oder Brot).
• Gönnen Sie sich genügend Ruhephasen und schlafen Sie lange genug. (Der Bedarf ist individuell.)
• Saunabesuche, allgemein Temperaturwechsel heiss und kalt, auch Fussbäder, am besten ansteigend temperieren, helfen uns zum Gesundbleiben.
• Kneippen! Eine alte und bewährte Methode. Wir haben im Fricktal einen Kneipp-Verein mit erfahrenen und guten Instruktorinnen. Es werden immer Kurse angeboten.
Konkrete Massnahmen sind zurzeit zusätzlich notwendig. In den Medien wird das Händewaschen zu Recht an erster Stelle genannt: Machen Sie es regelmässig. Nach jedem Heimkommen und sonst auch je nach Situation, vielleicht einmal in der Stunde. Dabei gilt, die Hände benetzen, mit Seife alle Stellen erreichen: auch zwischen den Fingern und die Fingerkuppen nicht vergessen! Alles gut einseifen und anschliessend mit genügend Wasser wieder von der Seife befreien. Das Ganze trocknet die Haut aus, die anschliessend wieder gepflegt werden muss. Es gibt gute Handcremen, benützen Sie sie. Unsere Haut ist die Barriere gegen aussen!
Daher müssen wir alle unsere Barrieren stärken:
– Schleimhäute: Die meisten Erreger werden via Tröpfchen übertragen, die wir auf die Haut und eben besonders auf die Hände bekommen. Im Gesicht ist der Weg zu Nase, Mund, Rachen und die Lunge sehr nahe! Also gilt es, unsere Schleimhäute gut zu befeuchten, dass unsere Abwehrmechanismen funktionieren können. Es ist dabei besonders wichtig, genug zu trinken! Tees helfen unser Immunsystem zu unterstützen (Holunder, Linde, Ingwer, um nur einige zu nennen. Jeweils einen Löffel Honig in dem nicht mehr zu heissen Tee unterstützt ebenfalls und schmeckt gut). Es gibt jede Menge befeuchtender Nasen- und Rachensprays mit und ohne Pflanzen­extrakten, die speziell für unterwegs helfen.
Schüssler Salze können in dieser Zeit ebenfalls gut helfen:
– Nummer 4 Kalium chloratum ist ein wichtiges Salz dafür. Es unterstützt alle unsere Schleimhäute im Körper (im Bronchialraum sowie im Magen-Darmtrakt). Die Kombination mit
– Nummer 8 Natrium chloratum (Flüssigkeitshaushalt)
– Nummer 9 Natrium phosphatum (Säureabbau und Fettstoffwechsel)
– Nummer 10 Natrium sulfuricum (Leberunterstützung und Ausscheidungsunterstützung über Darm und Niere)
Je 7 bis 10 Tabletten davon in Wasser gelöst und über den Tag verteilt schluckweise im Mund bewegt und heruntergeschluckt oder einfach gelutscht, hilft als Vorbeugung und als eine Art Kur (Diät und Fasten – Unterstützung).
Ätherische Öle, für die, die sie mögen und vertragen, können ebenfalls helfen.
– Raumsprays können die «Atmosphäre» gewissermassen reinigen und bringen frischen Wind in die Räume. Wir mischen dafür Palmarosa mit Eukalyptus, Lemongras und Weisstanne. Ebenfalls ist die Mischung mit Eukalyptus, Weisstanne und Thymian sehr erfrischend und angenehm (bei uns heisst sie Winterfit);
– Duftlampen mit z.B. einigen Tröpfchen Lavendel beruhigen und unterstützen ebenfalls das Immunsystem.
Vitamine und Mineralstoffe, eine Unterstützung durch Nahrungsergänzungen, kann in dieser Jahreszeit ebenfalls helfen. Sie ersetzt natürlich nie eine ausgewogene und vernünftige Ernährung!
– Zink und Vitamin C ist dafür eine gute Kombination.
Pflanzen allgemein (in den Apotheken natürlich als Extrakte in jedweder Form)
– Sonnenhut (Echinacea)
– Brunnenkresse
– Schwarzer Holunder
– Knoblauch
– Zistrose
helfen in dieser Zeit gesund zu bleiben.

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Gicht
Lieber Leser, ich hoffe, Sie hatten alle frohe und genussvolle Festtage und sind gut in das neue Jahr gestartet. Während dieser Tage haben wir sicher alle (mehr oder weniger) opulent gegessen und getrunken, wie das bei diesen schönen Feiertagen einfach dazu gehört! Jetzt ist Mass-halten wieder angesagt, und das ist sicher einer der guten Neujahrsvorsätze. Durch dieses «Schlemmen» kann bei genetisch vorbelasteten Menschen eine schleichende Stoffwechselerkrankung sicht- und spürbar werden: die Gicht. Darum ist dieser Ratgeber ihr gewidmet.
Früher wurde die Gicht die Krankheit der Könige genannt, weil sie mit einem opulenten Ess- und Trinkverhalten einhergeht. Die normale Bevölkerung konnte sich vor dem letzten Jahrhundert nur «Purin-arm» ernähren, mit hauptsächlich Brot, Milchprodukten und Kartoffeln. Also was ist jetzt die
- Ursache:
Es handelt sich um eine Stoffwechselerkrankung mit erhöhten Harnsäure-Werten im Blut. Wie bereits angedeutet ist eine genetische Komponente dabei. Von einer Hyper-Urikämie (zuviel an Harnsäure im Blut) spricht man ab einer Überschreitung der Harnsäure Konzentration von 6,5 bis 7 mg/dl im Serum. (Ein einmal festgelegter Grenzwert). Ohne Beschwerden ist dieser Wert nicht von Bedeutung. Es gibt nämlich viele Menschen, die einen erhöhten Wert haben, es nicht wissen und auch keine Beschwerden aufweisen. Also ist eine vermehrte Bildung und gleichzeitige eine verminderte Ausscheidung von Harnsäure über die Niere wichtig. Vor allem letzteres Kriterium ist ausschlaggebend! Eine vorhandene Gicht ist immer behandlungsbedürftig, um einem Nierenschaden vorzubeugen! In weit über 99% aller Fälle (ohne äussere Einwirkung) liegt eine Nierenfunktionsstörung vor (vererbt). Diese Menschen haben eine Ausscheidungsstörung für Harnsäure bei einer sonst normalen Nierenfunktion. Weitere Krankheiten wie iabetes oder Leukämie können ebenfalls zu diesen Problemen führen. Auch übermässiger Alkoholkonsum trägt dazu bei. Allgemein ist unser Lebensstil mit zu viel Genussmitteln, zu wenig Bewegung und damit verbunden zu viel Gewicht bei genetisch vorbelasteten Menschen einer der beeinflussbaren Faktoren in diesem Geschehen.
- Auswirkung:
Ein Gichtanfall ist sehr schmerzhaft. Die zu grosse Konzentration der Harnsäure bewirkt ein Ausfällen der Urat-Kristalle in den Gelenken und anderen Geweben. Ein Gichtanfall kommt meistens plötzlich und unangemeldet – häufig während man schläft. Starke Schmerzen und eine oft mit Rötung einhergehende Schwellung klassischerweise im Grosszehen-Gelenk, bewegen die Betroffenen sofort zum Arzt zu gehen. Nochmals: Das Gelenk ist gerötet, extrem schmerzempfindlich besonders bei Berührung, stark geschwollen und überwärmt = heiss. Weitere allgemeine Entzündungszeichen wie Fieber, einen Anstieg der weissen Blutkörperchen und selten Kopfschmerzen werden ebenfalls beobachtet. Vor dem Anfall sieht man erhöhte Harnsäurewerte, während des Anfalls sind sie oft normal. Podagra ist der Name für den Befall des «Fusses». Grundsätzlich kann der akute Gichtanfall, auch der erste, jedes Gelenk betreffen. Unbehandelt (seltenst, es tut sehr weh) dauert ein Anfall 2 bis 3 Wochen an. Im Krankheitsverlauf kann die «Zeit-Dauer» der Anfälle zunehmen oder sogar in der chronischen Phase so ineinander übergehen, dass es keine schmerzfreien Intervalle mehr gibt. In dieser Phase werden die Gelenke zerstört, mit Deformationen. Es kommt zu Nierensteinen und letztendlich zu Nierenversagen.
- Behandlung:
Jede Therapie ist individuell mit dem Arzt zu erstellen!
Ein akuter Gichtanfall wird klassischerweise mit hochdosiert verordneten NSAR-Schmerzmitteln behandelt. Diese Klasse der Schmerzmittel kann direkt in das Entzündungs-Geschehen eingreifen und hemmt sie dabei. Acetylsalicylsäure (bekannt als Aspirin) z.B. ist dabei nicht geeignet, es verlangsamt die Ausscheidung der Harnsäure.
Colchicin ist ein weiteres gutes Medikament. Das Gift der Herbstzeitlose wird nicht bei Menschen mit Nierenproblemen angewendet. Ansonsten wurde es bereits in der Antike für diese Erkrankung eingesetzt. Leider ist es in der Schweiz als Fertigmedikament nicht zugelassen und die Kosten müssen daher nicht von den Krankenkassen übernommen werden.
Cortison wird ebenfalls (auch in Kombination mit Schmerzmitteln) erfolgreich eingesetzt. Es zeigt mit die stärkste Entzündungshemmung.
Alle diese Medikamente bekämpfen aber nur die Symptome.
Im weiteren Ratgeber gehen wir auf die Behandlung und vor allem auf die Vorbeugung ein.

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