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Dr. Monika Mayer Apothekerin
Vinzenz Apotheke, Rössliweg 13, 5074 Eiken
www.vinzenz-apotheke.ch

Darmgeschichten: Dehydratation
Es ist heiss. Es ist Sommer mit der üblichen Magendarm-Grippewelle. Darum schreiben wir jetzt diesen Ratgeber über das «Austrocknen». Wir nehmen die für den Körper nötige Menge Flüssigkeit hauptsächlich über das Trinken auf. Verlieren, beziehungsweise Abgeben, geschieht über verschiedene Wege:
- Stuhlgang (viel bei Durchfall);
- Lunge (die Atemluft ist feucht);
- Nieren (über den Urin, die Farbe gibt Anhaltspunkte über den Flüssigkeitshaushalt);
- Haut (Schwitzen, zurzeit viel und auch besonders beim Sport);
- Stillen (die Muttermilch enthält ebenfalls viel Wasser);
- Erbrechen;
- Verbrennungen.
Wenn wir Fieber haben und oder Erbrechen, bei «starken» körperlichen Anstrengungen, beim Stillen oder wenn Medikamente zur Entwässerung eingenommen werden, kann die Situation eintreten, dass es zu einem erhöhten Flüssigkeitsverlust kommt. Wenn dann die verlorene Flüssigkeitsmenge nicht entsprechend ersetzt wird, führt das zu einer Dehydratation mit folgenden Symptomen:
- Durst (leider fehlt er oft bei älteren Menschen, sie müssen besonders aufpassen, dass sie genügend trinken. Wir empfehlen immer ein Gefäss mit einer bestimmten Menge Getränk an einem Ort zu stellen, an dem man genügend oft vorbeikommt und regelmässig eine bestimmte Menge zu trinken. Bis am Mittag oder Abend muss das Gefäss dann leer sein, und man weiss, dass man diese Menge getrunken hat!);
- Mundtrockenheit mit allgemein trockenen Schleimhäuten;
- Dunkler Urin, seltene Harnentleerung, bei Säuglingen und Kleinkindern sind das trockne Windeln;
- Schwindel, Kopfschmerzen (darum empfehlen wir bei Kopfweh immer zuerst ein grosse Glas Wasser zu trinken);
- Müdigkeit, Schwäche;
- Bei heftigerem Mangel füllen sich die Blutgefässe nach Druck nur wieder langsam und eine gezogene Hautfalte auf dem Handrücken geht nur langsam zurück. Weitere Symptome sind dann: tiefer Blutdruck; Verwirrtheit und oder sogar zentrale Störungen, keine Tränen, Gewichtsabnahme, eingefallene Augen.
Besonders gefährdete Gruppen sind Säuglinge, Kinder, ältere Erwachsene, Sporttreibende und Menschen mit Vorerkrankungen! Die chronische Minderversorgung mit Flüssigkeit, die oft bei älteren Menschen besteht und von ihnen nicht wahrgenommen wird, kann in diesen heissen Sommern schnell zu einer bedrohlichen Situation führen mit Schock, kardiovaskuläre Störungen, Krämpfen und Nierenerkrankungen. Das kann lebensbedrohend sein! (Es wurde in den Medien von einem Urlauber berichtet, der auf seinem Liegestuhl tot aufgefunden wurde).
Säuglinge und Kleinkinder leiden speziell nach Erbrechen und Durchfall an einer «Austrocknung». Manchmal verweigern sie gleichzeitig Essen und Trinken, was dann zu den folgenden Symptomen führt: graue Hautfarbe, schnelle Atmung, die Augäpfel und die Fontanelle sind eingefallen, Unruhe, Müdigkeit bis zu Apathie, Lethargie und Bewusstlosigkeit. Bei einem Gewichtsverlust von 5% spricht man von einer leichten Dehydratation, bei 10% von einer deutlichen und bei 10-15% von einer schweren. Ältere Kinder sind weniger gefährdet, sie reagieren weniger sensibel auf den Flüssigkeitsverlust.
Behandlung:
TRINKEN: eine leichte/mittlere Dehydratation kann mit oralen Rehydratationslösungen aufgefangen werden. (Präparate dazu gibt es in den Apotheken und Drogerien.) Ein Rezept zum Selbermachen haben wir im Ratgeber «Durchfall» beschrieben.
INFUSIONEN: notwendig bei schweren Verläufen, und nur von Fachpersonen verabreicht. Dabei wird das fehlende Wasser mit den nötigen Elektrolyten intravenös gegeben.
Vorbeugung: TRINKEN
Welche Mengen werden als vernünftig angegeben? Prinzipiell ist das individuell und durch den Verlust bedingt. Ein sporttreibender junger Mensch braucht deutlich mehr.
Das Standardmass von zwei Litern täglich erscheint mir vernünftig zu sein. Denken Sie daran, dass auch Früchte und Gemüse Wasser enthalten. Eine Zwischenmahlzeit damit unterstützt den Wasserhaushalt.
Geniessen Sie die schönen Tage, trinken Sie genug und vor allem:
Bleiben Sie gesund!
Ihr Team der Vinzenz Apotheke
Lassen Sie sich von uns beraten: vinzenz apotheke – eine quelle der gesundheit

Für Fragen sind wir immer für Sie da.
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Dr. Monika Mayer Apothekerin
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Darmgeschichten
Wir möchten in einer lockeren Reihe über den Darm, seine Aufgaben und Befindnisse schreiben. Manche Leser haben das spannende Buch: «Darm mit Charme» von Giulia Enders gelesen und kennen sich in dieser Materie bereits gut aus. Andere kennen den Satz: Die Gesundheit beginnt im Darm. Es gibt viele populärwissenschaftliche Informationen zu diesem Thema. Wir finden auch, dass, wenn der Darm gut funktioniert, die Chance gross ist, dass der Mensch gesund ist. Wir greifen dieses Thema auf, und dank neuer Präparate können wir auch Hilfestellungen bei «heiklen» Problemen anbieten.
Zum Thema Darm erst einige anatomische Betrachtungen.
Definition: Der Darm (lateinisch Intestinum) ist der wichtigste Teil unseres Verdauungstraktes. Er beginnt mit dem Magenpförtner und endet beim After. Beides sind starke Ringmuskeln, die sowohl den Eingang als auch den Ausgang dicht verschliessen. Davor liegt der Magen, die Speiseröhre und die Mundhöhle. Die Verdauung beginnt sozusagen zuoberst: nämlich bereits mit dem guten Kauen. Die Nahrung wird mechanisch zerkleinert und mit Speichel vermischt. Er enthält bereits Enzyme, um die Zerkleinerung chemisch zu unterstützen. Wenn man lange genug Brot kaut, schmeckt es süss. Die Amylase spaltet die Kohlehydrate bis zum Zucker, den man dann süss wahrnimmt. Dieser Speisebrei wird durch die Speiseröhre aktiv in den Magen befördert. Aktiv heisst, dass wir auch im Kopfstand schlucken können und das Ganze in den Magen gelangt.
Exkurs Erbrechen: Der oben beschriebene Automatismus ist beim Erbrechen gestört. Der Körper findet, dass der Mageninhalt heraus muss und kehrt den Schluck-Vorgang um. Wenn der Magen genügend entleert ist, bleibt diese «Umkehrung» noch einige Zeit bestehen. Darum sollte man, auch wenn der Durst gross ist, nur teelöffelweise Flüssigkeit zu sich nehmen; und einen Mindestabstand von 10 bis 15 min. einhalten. Mindestens so lange, bis wieder die Menge eines Glases vertragen wird. Kleinkindern kann man ein mit Wasser getränktes «Nuschi» geben, an dem das Kind saugen kann. Natürlich ist der Flüssigkeitsersatz wichtig. Der Körper braucht ihn dringend. Aber es funktioniert nur, wenn das Getränk auch im Magen bleibt. Dazu eignet sich alles, worauf man Lust hat. Es gibt dafür Elektrolytlösungen aus der Apotheke oder auch andere isotonische Getränke (alkoholfreies Bier gehört da übrigens auch dazu). Im Ratgeber Durchfall beschreiben wir die andere Variante: viel Flüssigkeit in kurzer Zeit zu verlieren. Dort finden Sie ein WHO-Rezept für eine selbst herzustellende Elektrolyt-Lösung.
Zurück zum Thema: Der Darm eines Erwachsenen ist zwischen 5 ½ bis 7 ½ Meter lang und besitzt mit etwa 120 m² eine riesige Oberfläche. So gross wie eine 3½- Zimmerwohnung. Sie kommt durch einen «Trick» = Falten, Darmzotten und Mikrovilli zustande. Diese grosse Fläche erlaubt die Aufnahme der Nährstoffe.
Unterteilung:
• Dünndarm (lat. Intestinum tenue):
- Zwölffingerdarm (Duodenum)
- Gekrösedarm: mit Leerdarm (Jejunum) und Krummdarm (Ileum)
• Dickdarm (Intestinum crassum)
- Blinddarm mit dem Wurmfortsatz (der letztere ist umgangssprachlich fälschlicherweise als «Blinddarm» bekannt).
- Grimmdarm: aufsteigend = Colon ascendus, querverlaufend = Colon transversum, absteigend Colon descendum und den S-förmig verlaufenden = Colon sigmoideum (Sigma)
• Mastdarm (Rectum), auch als Enddarm bezeichnet, bestehend aus Pars ampullaris und Analkanal.
Der darauffolgende After (lat. Anus) ist von seinem Gewebe her im engeren Sinne kein Darmbestandteil mehr. Er ist von der äusseren Haut ausgekleidet. Mit dem endständigen Venengeflecht, bekannt durch die Hämorrhoiden, dem inneren und äusseren Schliessmuskel bildet er den Schluss des Systems.
In den nächsten Ratgebern gehen wir auf die verschiedenen Funktionen ein.
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Ratgeber einmal anders: Die Sirup-Saison beginnt
Mit der Hitze blüht auch der Holunder und die Nachfrage nach Zitronensäure hat begonnen. Es gibt aber auch andere schöne Rezepte, um Sirup herzustellen. Wir bieten Ihnen gute Produkte, um «Kräuter»-Sirupe herzustellen.

Gemäss einem Flyer der Firma Dixa empfehlen wir folgendes Grundrezept:
– 2 kg Zucker
– 40 g Zitronensäure
– 40 g Blüten (was auch immer schmeckt)
– 2 l Wasser
Alle Bestandteile werden gemischt und das kochende Wasser wird zugegeben. Die Mischung wird umgerührt bis sich der Zucker gelöst hat. Das Ganze muss 2 Tage ziehen und wird in dieser Zeit mehrmals täglich umgerührt. Anschliessend wird der Sirup nochmals aufgekocht, dann abgesiebt und heiss in saubere Flaschen abgefüllt. Diese Menge ergibt ungefähr 4 Liter Sirup

Wichtig:
– Das Zucker-Wasser-Verhältnis (mindestens 1:1) muss unbedingt eingehalten werden, damit die Haltbarkeit (mind. 6 Monate) gewährleistet ist.
– Der Zucker kann auch durch die entsprechende Menge Voll-, Braun-, Rohzucker oder Honig ersetzt werden. Allerdings muss man dann bei der Farbe mit «Einbussen» rechnen.
– Die Aufbewahrung erfolgt am besten kühl und vor Licht geschützt (klassisch im Keller), nach Anbruch am besten im Kühlschrank.

Als Aperitifs sind Sirupe sehr beliebt: Mit Prosecco, Weisswein oder einfach Mineralwasser und Eiswürfel ergeben sich köstliche und erfrischende Getränke. Als Anregung geben wir die folgenden 4 Rezepte (im Internet findet sich eine riesige Auswahl an anderen Möglichkeiten):

– Goldmelissen-Hibiskus Sirup: Zubereitung gemäss Grundrezept; 40 g Blüten = 30 g Goldmelisse und 10g Hibiskus Blüten.
– Waldmeistersirup: Wasser mit Zucker aufkochen und auskühlen lassen, ca. 50 g frischen, gewaschenen Waldmeister (oder 15 g getrockneten) beigeben und bis zu 3 Tage ziehen lassen und dabei öfters umrühren. Absieben, heiss in saubere Flaschen füllen und verschliessen.
– Apfel-Lavendel Sirup: Zubereitung gemäss Grundrezept; 40 g Blüten = 30 g Lavendelblüten und 10 g Apfelstückchen
– Beerensirup, klassisch mit Himbeeren, Holunder oder Johannisbeeren: 2 l Wasser aufkochen und über 2 kg Beeren giessen. 24 h stehen lassen dann filtrieren. 2 l Saft zusammen mit 40 g Zitronensäure aufkochen, 2 kg Zucker beifügen und weiter rühren, bis er aufgelöst ist, kurz weiterkochen und heiss in saubere Flaschen abfüllen und verschliessen.
– Thermomix-Ingwer-Sirup: Wer glückliche/r Besitzer/in eines Thermomixes ist, hier noch ein Ingwer-Sirup Rezept: 400g Ingwer entweder geschält oder gut gebürstet in den Mixtopf geben, 6 Sekunden bei Stufe 4 zerkleinern und mit dem Spatel nach unten schieben, weitere 6 Sekunden Stufe 4 zerkleinern. 800 g Zucker und 800 g Wasser zugeben, 4 Sekunden auf Stufe 4 vermischen und 45 Minuten bei 100°C und mit Stufe 1-2 kochen. Danach durch ein feines Sieb giessen in saubere Flaschen (2 a 0,7l) füllen und sofort verschliessen. Kühl und trocken aufbewahrt hält der Sirup ungeöffnet bis zu 6 Monate, geöffnet im Kühlschrank ca. 3 Monate. – Für einen Moscow Mule wird er mit 1 Teil Wodka (1 Teil Ingwersirup) und 2 Teilen Mineralwasser gemischt und mit 2 Gurkenscheiben serviert.

Leben Sie gesund und genussvoll. Ihr Team der Vinzenz Apotheke

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Auge (Folge 10)
Wir beenden unsere Serie über die Augen mit einer Art Zusammenfassung. Nämlich:
• Wann soll ich umgehend zum Augenarzt oder auch in den Notfall gehen?
Das ist nicht so einfach zu beantworten. Grundsätzlich sind alle akut auftretenden Veränderungen im Augenbereich eine Abklärung wert.
Alarmsymptome: (von der Website www.augenärzte-aarau.ch)
- Unfälle:
• Verletzungen der Augen durch einen Schlag (Trauma): gleichentags zum Arzt
• Verätzungen oder Verbrennung: sofort unter fliessendem Wasser mindestens ¼ Stunde spülen (dient auch der Kühlung und der Entfernung bzw. der Verdünnung der Substanzen) und dann unverzüglich zum Augenarzt
• Fremdkörper (nicht lange selbst hantieren)
• Lidverletzungen bluten stark; abdecken und abklären
- Akuter Sehverlust:
• Es können verschiedene auch nicht augenbedingte Ursachen dafür verantwortlich sein wie ein Gefässverschluss. Dabei handelt es sich um einen Notfall, der unverzüglich abgeklärt werden muss.
- Sehverschlechterungen: je plötzlicher, desto gefährlicher
• können Begleitsymptome von Problemen wie Durchblutungsstörungen im Gehirn, Migräne, Hirnschlag oder Tumore sein, sie sind ebenfalls je nach Symptomatik zügig abzuklären
- Sehstörungen:
• Wahrnehmen von Schleiern, Blitzen, Farbkreisen, «Rauchschwaden» oder schwarzen Mücken lassen eine Netzhautablösung befürchten
- Notfall!
• Balken-Wahrnehmung könnte eine Blutung sein – Notfall -
• Gesichtsfeldausfall (in einem Bereich des Sehens ist es «schwarz») das kann ein Hinweis auf eine Problematik des Sehnervs oder der Netzhaut sein – Notfall -
- Plötzlich erhöhter Augeninnendruck:
• Er äussert sich mit starken Schmerzen, Übelkeit und Erbrechen sowie Beeinträchtigung des Sehvermögens – Notfall -
- Rötungen:
• Gerötete Augen kommen häufig vor, sie sind meist kein Notfall, in der Regel genügen befeuchtende Augentropfen (Gründe: generell zu trocken z.B. wegen langer Bildschirmarbeit, es wird zu wenig geblinzelt)
• akute Augenrötungen mit Eiterfluss und Blend-Empfindlichkeit lassen eine Hornhauttrübung als Folge vermuten, besser abklären
- Entzündungen der Augen
• Konjunktivitis entweder bakteriell oder allergiebedingt ist häufig und kann mithilfe von Augentropfen gut therapiert werden
• Bindehaut Blutung oder im Fachjargon Hyposphagma genannt, ist ebenfalls harmlos, auch wenn es gefährlich aussieht; sie ist schmerzlos und verschwindet von allein
• Kontaktlinsenträger: Sie dürfen während einer «Rötung» die Linsen nicht einsetzen, es besteht die Gefahr einer Hornhaut-Entzündung, die zu Sehschäden führen kann!
- Akute Ereignisse bei Säuglingen
• mit Eiterfluss und oder tränenden Augen gehören beim Augenarzt abgeklärt.
- Neu auftretende Doppelbilder oder Schielen
• sollten zügig abgeklärt werden
- Augenschmerzen:
• Siehe Augeninnendruck!
Also was tun?
Kontaktieren Sie zuerst Ihren persönlichen Augenarzt.
Bei dessen Abwesenheit erreichen Sie den Notfall-Augenarzt via Notrufnummer 0900 401 501.
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Auge (Folge 9)
Degenerative Augenerkrankungen: Makuladegeneration oder Makulopathie
Es handelt sich um eine Gruppe von Erkrankungen, die den Punkt des schärfsten Sehens betreffen. Dabei erfahren unterschiedliche Zellen einen allmählichen Funktionsverlust. Das traurige Ergebnis ist eine Sehbehinderung hin bis zur Erblindung. Neben der weitaus häufigsten Form «der altersbedingten Makuladegeneration (AMD)» gibt es auch andere, erworbene oder erblich bedingte Makulaerkrankungen. Es werden die unterstützenden Strukturen der Nervengewebe der Netzhaut geschädigt. Einer Theorie zufolge führt eine starke Ansammlung von Stoffwechselprodukten in den Pigmentepithelzellen zum Absterben derselben. Eine andere besagt, dass die Alterung der Aderhaut zu einer Unterversorgung mit Nährstoffen und Sauerstoff zum Absterben der Pigmentzellen führt. Die «kaputten» Zellen führen zu Lücken und einwachsenden Blutgefässen.
Symptome: (gemäss Wikipedia)
• Abnahme der Sehschärfe und damit der Lesefähigkeit
• Abnahme des Kontrastsehens
• Abnahme des Farbensehens
• Abnahme der Anpassungsfähigkeit an veränderte Lichtverhältnisse, damit wird die Blendungsempfindlichkeit erhöht
• Zentrale Gesichtsfeldausfälle
Die Betroffenen erkennen einen Gegenstand nicht mehr deutlich. So sehen sie z.B. eine Uhr, erkennen aber die Uhrzeit nicht. Oder sie sehen ihr Gegenüber, aber nicht mehr genau die Gesichtszüge. Der fixierte Punkt wird nicht mehr gesehen, das äussere Gesichtsfeld hingegen schon. Damit bleibt die Orientierungsfähigkeit erhalten. Auch die Dunkelsicht ist gut, die «Stäbchen» für das «Schwarz-Weiss-Sehen» sind ausserhalb der zentralen Netzhaut und sie sind weiterhin funktionstüchtig.
Formen:
• Es werden zwei grosse Formenbereiche unterschieden: die feuchte und die trockene Makuladegeneration (80% der Fälle)
Verbreitung:
• Wir werden immer älter, und die Funktion unserer Sinnesorgane
damit logischerweise schlechter. In Deutschland sind ca. 2 Mio. Menschen davon betroffen, grob 2.5%, in der Schweiz wird es ähnlich sein.
Behandlung (je nach Form):
- die feuchte Makuladegeneration ist gefürchteter, da sie schneller vorangeht. Sie heisst deshalb feucht, weil es zu Flüssigkeitsansammlungen oder Blutungen in der Netzhaut kommt. Sie wird je nach Situation mit Laserbehandlungen, photodynamischer Therapie und VEGF-Hemmstoffen therapiert. Diese Wirkstoffe werden in den Glaskörper des Auges injiziert.
- die trockene Makuladegeneration kennt keine kausale Therapie oder Heilungsmöglichkeit. Man versucht die Verschlechterung mit der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln, Vitaminen, Mineralstoffen besonders mit hochdosiertem Lutein (10 mg) zu stoppen oder zu verlangsamen. Studien bestätigen einen positiven Effekt.
- Sehhilfen sind wichtig. Spezialisten wie Sehbehinderten-Ambulanzen, Blindenstudien-Anstalten, spezialisierte Arztpraxen oder Optiker können gute Hilfestellungen geben.
Nachsorge:
• Je nach Form sind die Empfehlungen des behandelnden Augenarztes unbedingt einzuhalten, insbesondere die regelmässigen Kontrollen. Die Häufigkeit wird durch das Fortschreiten der Erkrankung bedingt.
• Die oben angesprochenen Sehhilfen gehören unbedingt dazu. Hilfen bieten auch Ergotherapeuten, Fachpersonen für lebenspraktische Fertigkeiten, für Orientierung und Mobilität oder Low-Vision-Fachkräfte.
Vorbeugung:
• Meiden von Nikotin und Alkohol (sie sind Gift für die Augen) oder natürlich langandauerndem Stress. Kaltweisse LED-Leuchtmittel zeigen bei Ratten eine Phototoxizität. UV-Licht ist ebenso schädlich. Bei grellem Sonnenlicht schützen gute Sonnenbrillen die Augen.
• Die Ernährung mit einem hohen Anteil von Antioxydanzien hilft. Das Lutein wurde bereits angesprochen. Ein weiterer Ansatz ist die Senkung des Homocystein-Spiegels durch die Einnahme der Vitamine B6, B12 und Folsäure. Einen Vorteil der Einnahme hochdosierter Präparate zeigen Studien, die bei Frauen mit Herz-Kreislauferkrankungen durchgeführt wurden.
Es gibt weitere Forschungsansätze mit embryonalen Stammzellen. Wir werden sehen.
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