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Von Elsbeth Huggenberger (77), Frick

Zum Leserbrief von Frau Tanja Uehlinger, SVP Rheinfelden, im fricktal.info vom 6. Mai

Mir war grad etwa so, wie wenn mir mein Velo, vor dem Blumenladen abgestellt, gestohlen worden wäre. Sie wissen nicht, wie das ist? Ja, wie wenn man aufs Mal die Welt nicht mehr versteht, etwa so.

Dass Ihre Muskulatur ins Nirwana verschwunden ist und die Fettzellen mehr arbeiteten wegen des Kühlschranks in der Wohnung - tja, nicht mal witzig, und lustig schon gar nicht. Echt jetzt: Interessiert das in der heutigen Zeit Ihre sogenannten LIEBEN MitbürgerInnen?

Dass Sie sich jedoch als „geplagte Seele“ outen, welche sich trotz vollem Kühlschrank durch Heimlieferungen von den Laden- und Restaurantbesitzern helfen liess - und ihnen  dadurch wiederum auch geholfen haben, das nehme ich Ihnen irgendwie nicht ab.

Und ich nehme es Ihnen übel, und ich meine es persönlich, dass Sie sich als „geplagte Seele“ einschätzen.

Wie meinen Sie, wie haben die vielen alleinstehenden Männer und Frauen diese Zeit erlebt? Durch sogenannte Empfehlungen entmündigt, den Nächsten und Freunden entfremdet durch Einschränkungen, welche Sensible wie Ohrfeigen erschüttert haben…. und Sie reden von sich als einer geplagten Seele und dass wir jetzt doch bitte ein bisschen plötzlich wieder unsere Zuhause verlassen sollen und der Wirtschaft Support leisten möchten: Da passt doch ein Schuh nicht zum andern.

Dass jetzt die echte, gelebte Solidarität eigentlich auf der Seite von uns älteren Mitbürgern sein müsste, welche sich kaum mehr aus dem Haus getrauen, weil wir das Vertrauen verloren haben - wäre das auch ein Modell für Sie? Viele von uns sind traumatisiert - danke fürs Verständnis!

Meine Empfehlung: Sie sollten noch ein bisschen an sich arbeiten vor den nächsten Wahlen.

Mit sehr freundlichen aber wenig nachsichtigen Grüssen

 

 

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