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Der Shutdown während der ersten Welle der Corona-Pandemie wirkte sich deutlich auf die Luftqualität aus. Grafik: ASTRA

(pd) Die Massnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie reduzierten im vergangenen Jahr die Anzahl Fahrzeuge an vielen Verkehrszählstellen. Dieser Umstand hatte massgeblichen Einfluss auf den starken Rückgang der Stickstoffdioxid-Belastung an verkehrsreichen Strassen. Das Lufthygieneamt beider Basel publiziert den Jahresbericht 2020 zur Luftqualität in der Nordwestschweiz (www.luftqualitaet.ch/berichte), zusammen mit den Kantonen Aargau, Bern, Jura und Solothurn.

Im Jahr 2020 wurden für den Schadstoff Stickstoffdioxid (NO2) auffällige Veränderungen registriert: An den verkehrsreichen Standorten in der Region Basel, z.B. an der Feldbergstrasse oder an der Autobahn A2 in der Muttenzer Hard, wurde im Vergleich zu 2019 ein deutlicher Rückgang der NO2-Konzentration von 15 Prozent festgestellt. Der Grenzwert der Luftreinhalte-Verordnung (LRV) von 30 Mikrogramm pro Kubikmeter im Jahresmittel wurde dort jedoch nach wie vor überschritten.
Auch an den verkehrsärmeren Orten nahm die Belastung weiter ab. Dies entspricht einem langjährigen Trend, der alle Standorte betrifft. Der Grenzwert an den verkehrsärmeren Orten wurde jeweils eingehalten. Eine vertiefte Untersuchung zeigt, dass nicht nur der durch die Corona-Massnahmen zurückgegangene Verkehr, sondern auch der im Vergleich eher milde Winter sowie die Fortschritte in der Motorentechnologie zur Reduktion beigetragen haben. Wie die Grafik der Situation an der Autobahn A2 in der Hard aufzeigt, hatte der grosse Einbruch der Verkehrszahlen (Quelle: ASTRA) während des teilweisen Shutdowns einen wesentlichen Einfluss auf den Rückgang. Der Jahresverlauf der Stickoxid-Belastung war durchgehend unter oder am Minimum des Mittels der vergangenen fünf Jahre.
Die Feinstaub-Belastung nahm im Jahr 2020 weiter ab. Der Grenzwert der LRV von 20 Mikrogramm pro Kubikmeter im Jahresmittel für Feinstaub PM10 (gröbere Fraktion) wurde eingehalten. Für Feinstaub PM2.5 (feinerer Anteil) wurde der Jahresmittel-Grenzwert von 10 Mikrogramm pro Kubikmeter an verkehrsreichen Standorten noch überschritten. An allen gemessenen Standorten wurde der Ozon-Grenzwert von 120 Mikrogramm pro Kubikmeter überschritten, dies vor allem in den ländlichen Gebieten der Nordwestschweiz.
Im Jahresbericht wird als Spezialthema die Auswirkung der Luftschadstoffe auf die Gesundheit erläutert. Gemeinsam mit dem Swiss Tropical and Public Health Institute (Swiss TPH) wurde eine interaktive Webseite erstellt, welche die Bevölkerung über die Zusammenhänge informiert (www.swisstph.ch/de/projects/ludok/healtheffects).
[Hinweis: Stickstoffmonoxid (NO) und Stickstoffdioxid (NO2) werden als Stickoxide (NOx) bezeichnet. Für NO2 existieren gesetzliche Grenzwerte. Für diese spezielle Auswertung wurde die Summe an NOx verwendet, weil sie bezüglich der Quellen besser vergleichbar ist. Der Strassenverkehr ist für rund zwei Drittel der NOx-Emissionen verantwortlich. Ein Drittel wird von Feuerungen zu Heizzwecken und der Industrie verursacht.]
Weitere Informationen und aktuelle Angaben zur Luftqualität unter:
www.luftqualitaet.ch
www.luft-am-oberrhein.net
www.ozon-info.ch
www.feinstaub.ch
• App airCHeck für Android und iOS: https://luftqualitaet.ch/app

Bild: Der Shutdown während der ersten Welle der Corona-Pandemie wirkte sich deutlich auf die Luftqualität aus. Grafik: ASTRA
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