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(pd) Der Bildungsrat hat an seiner vorgestrigen Sitzung die neuen Lehrpläne für die Baselbieter Gymnasien und Fachmittelschulen verabschiedet. Der Jugendrat freut sich sehr darüber, dass damit die politische Bildung verbindlich in den Lehrplänen verankert wird.

10 Jahre Engagement für politische Bildung im Kanton
«Im Jugendrat setzen wir uns mittlerweile seit knapp zehn Jahren für verbindliche politische Bildung im Kanton ein. Umso mehr freut es uns, dass es nun endlich geklappt hat», so Lucio Sansano, Vizepräsident des Jugendrats Baselland. Nach einem ersten Postulat im Jahr 2012, das von Landrat Martin Rüegg (SP) eingereicht wurde, erarbeitete der Jugendrat gemeinsam mit Landrätin Sara Fritz (EVP) die Motion 2018/628 für «Verbindliche politische Bildung an Sek-II Schulen». «Vor zwei Jahren konnten wir mit einer gemeinsamen Stellungnahme unterzeichnet vom Jugendrat, allen kantonalen Jungparteien und Schülerorganisationen erreichen, dass die Motion nicht in ein Postulat umgewandelt wurde. Dieser parteiübergreifende Einsatz hat sich nun bezahlt gemacht», sagt Lucio Sansano.

Verankerung im Lehrplan statt ein Schulfach Politik
Nach einem guten Austausch mit den Vertretern der Gymnasien und Fachmittelschulen erachtet es der Jugendrat wie auch die Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion (BKSD) als zielführender die Kompetenzen im Fachlehrplan festzulegen und kein einzelnes Schulfach Politik einzuführen. Mit der Einführung eines Schulfachs Politik wäre die politische Bildung voraussichtlich einem bereits bestehenden Fach zugeordnet worden, so wie im Kanton Basel-Stadt dem Fach Geschichte. Durch die Verankerung im Lehrplan können jetzt allerdings die politischen Bildungsinhalte auch in den Fächern Geografie und Wirtschaft aufgegriffen werden.

Ausweis im Zeugnis
Da die politische Bildung mit dem neuen Lehrplan nicht im Stundenplan ausgewiesen wird, ist es dem Jugendrat ein Anliegen, dass sie dafür klar ersichtlich in den Jahreszeugnissen erwähnt wird. So würde am Ende des Schuljahrs beispielsweise jeweils der Vermerk «Geografie mit politischer Bildung» im Zeugnis stehen. Der Jugendrat hat dieses Anliegen bei den Vertretern der Gymnasien und Fachmittelschulen deponiert. Der Jugendrat bedankt sich bei ihnen sowie bei der BKSD für die gute Zusammenarbeit und das Miteinbeziehen in diesem Geschäft.

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