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(pd) Die Heilmittelbehörde Swissmedic hat am 12.1.2021 den zweiten Covid-19-Impfstoff für den Schweizer Markt zugelassen. Der Impfstoff von Moderna, von dem der Bund rund 7,5 Millionen Dosen bestellt hat, eignet sich für Erwachsene ab 18 Jahren. Eine erste Lieferung von 200'000 Dosen erfolgt in den nächsten Tagen an die Armeeapotheke. Diese verteilt den Impfstoff an die Kantone. Zusammen mit dem Impfstoff von Pfizer/BioNTech, den Swissmedic am 19.12.20 zugelassen hat, stehen in der Schweiz im Januar rund eine halbe Million Impfstoffdosen bereit. In erster Priorität werden besonders gefährdete Personen geimpft.

Der Impfstoff von Moderna hat als zweiter Covid-19-Impfstoff die Zulassung durch Swissmedic erhalten. Aufgrund der Daten zu Sicherheit, Wirksamkeit und Qualität ist der Impfstoff ohne Alterseinschränkung für alle Erwachsenen ab 18 Jahren geeignet. Der Bund hat von Moderna 7,5 Millionen Impfdosen bestellt.

Wie der Impfstoff von Pfizer/BioNTech, den Swissmedic am 19. Dezember 2020 zugelassen hat, setzt Moderna auf eine neuartige Technologie: Die mRNA ist eine Art Botenmolekül, das die Bauanleitung zur Herstellung von Proteinen mit sich trägt. Diese übermittelt den Körperzellen die nötige Information, wie sie ein Virus-Protein herstellen sollen. Sobald das Protein im Körper produziert wird, erkennt es das Immunsystem als körperfremd und produziert so Antikörper gegen das Virus. Die Immunantwort bereitet den Körper auf die Bekämpfung des Virus vor.

Für einen optimalen Impfschutz sind zwei Dosen im Abstand von rund vier Wochen nötig. Die beiden Impfstoffe von Pfizer/BioNTech und Moderna haben eine ähnlich hohe Schutzwirkung von 95 bzw. 94 Prozent. Der Impfstoff von Moderna wird gestaffelt in die Schweiz geliefert; die erste Lieferung im Januar 2021 umfasst rund 200’000 Impfdosen. Zusammen mit dem Impfstoff von Pfizer/BioNTech stehen in der Schweiz im Januar rund eine halbe Million Impfstoffdosen bereit. Weitere Lieferungen folgen in regelmässigen Abständen. Die Impfstoffverfügbarkeit in der Schweiz wird damit in den nächsten Monaten ansteigen. Bis im Sommer sollen sich alle impfen lassen können, die dies möchten.

Impfung der Risikogruppen und weiteren priorisierten Zielgruppen

Schweizweit wurde am 4. Januar 2021 mit den Impfungen der Risikogruppen gemäss Impfstrategie und Impfempfehlungen begonnen. Die meisten Kantone haben dafür Impfzentren eingerichtet; zur Versorgung von Alters- und Pflegeheimen setzen sie zudem mobile Equipen ein.

Die nationale Impfstrategie sieht vor, dass prioritär besonders gefährdete Personen geimpft werden, also ältere Menschen und solche mit Vorerkrankungen. In zweiter Priorität kann sich das Gesundheitspersonal und in dritter Priorität jene Menschen impfen lassen, die mit besonders gefährdeten Menschen zusammenleben. In vierter Priorität folgen Personen in Gemeinschaftseinrichtungen, in denen ein erhöhtes Infektions- und Ausbruchsrisiko besteht (z. B. Behindertenheime), und deren Personal.

Alle übrigen erwachsenen Personen können sich impfen lassen, sobald ausreichend Impfdosen zur Verfügung stehen. Kinder und Schwangere gehören noch nicht zu den Zielgruppen der Impfstrategie, da die entsprechenden Studiendaten für diese Gruppen noch nicht vorliegen. Es besteht keine Impfpflicht. Die Covid-19-Impfung ist für die Bevölkerung gratis.

15 Millionen Impfdosen

Der Bund verfolgt seit Beginn eine gezielte und diversifizierte Strategie, da die Covid-19-Impfstoffentwicklung und -Verfügbarkeit viele Unsicherheiten birgt. Der Bund hat bisher bei drei Impfstoffproduzenten insgesamt über 15 Millionen Impfstoffdosen beschafft; dazu gehören neben Moderna (insgesamt rund 7,5 Millionen Impfdosen) und Pfizer/BioNTech (rund 3 Millionen Impfdosen) das Pharmaunternehmen AstraZeneca (rund 5,3 Millionen Impfdosen). Der Impfstoff von AstraZeneca befindet sich noch im Zulassungsverfahren bei Swissmedic. Der Bund steht mit weiteren Impfstoffherstellern im Gespräch. Parallel dazu beteiligt sich die Schweiz an der internationalen COVAX-Initiative, um dadurch Zugang zu Impfstoffen für bis zu 20 Prozent der Schweizer Bevölkerung zu erhalten und um auch wirtschaftlich schwächeren Ländern einen Zugang zu Impfstoffen zu ermöglichen.

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