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(pd) Der aktuelle Situationsbericht zur epidemiologischen Lage im Kanton Aargau zeigt, dass die Lage weiterhin angespannt ist. Dies insbesondere aufgrund der hohen Auslastung der Intensivpflegestationen in den Akutspitälern.

Am 22. Dezember 2020 – 4 Tage nach dem Entscheid über die zusätzlichen Massnahmen – zeigte sich die bisher höchste Anzahl der laborbestätigten Fälle. Die etwas tieferen Fallzahlen über die Festtage sind aufgrund der ebenfalls tieferen Testaktivität in ihrer Aussagekraft beschränkt. Der vom 14. bis 18. Dezember 2020 publizierte Reproduktionswert Re betrug 1.17 (berechnet mit Daten bis am 30. November 2020), womit eine Verdoppelung der Fallzahlen innert 2 bis 3 Wochen zu erwarten gewesen wäre. In der Folge ist der Re-Wert auf bis zu 0.86 gesunken (publiziert am 30. Dezember 2020, seither aber wieder leicht angestiegen auf mittlerweile 0.92 (publiziert 08. Januar 2021). Die Todesfallrate ist seit 11 Wochen deutlich erhöht.
Die aktuellen Spitalkapazitäten im Gesundheitswesen sind genügend. Weiterhin erschwert wird die Situation durch die krankheitsbedingten Ausfälle (dies insbesondere in den IPS-Kliniken, Pflegeheimen und sozialen Institutionen). Sollten die Hospitalisationen weiter steigen, droht nach wie vor eine Überlastungssituation der Spitäler. Bei der IPS-Bettenbelegung zeigt sich eine Stabilisierung auf hohem Niveau bei gleichzeitig stabiler IMC-Fallzahl. Bisher mussten aus verschiedenen Gründen – in den letzten Wochen infolge Kapazitätsengpass - insgesamt 16 ausserkantonale Hospitalisationen vorgenommen werden. Die Durchhaltefähigkeit des Gesundheitswesens ist gegeben. Weiterhin werden nicht dringende, aber medizinisch nötige Eingriffe verschoben.
Aktuell werden von Bund und Kanton Zusatzmassnahmen durchgeführt, um die Ausbreitung der beiden neuen Varianten des Coronavirus (Variant of Concern [VOC]) zu verhindern bzw. zu verlangsamen.
Im Kanton Aargau sind bisher 309 Personen bekannt und durch das Contact Tracing Center gemäss Vorgaben BAG betreut, 11 Personen davon wurden positiv getestet, bei einer Person wurde eine Virusvariante bestätigt.

Trend (2 bis 4 Wochen)
Ein relevantes Risiko für einen erneuten Anstieg sind die erhöhten sozialen Kontakte über die vergangenen Festtage, Reiserückkehrer sowie die Ausbreitung der neuen Varianten des Coronavirus (VOC). Aufgrund der tieferen Testaktivität über die Festtage sind Prognosen schwierig. Aufgrund des aktuell wieder leicht ansteigenden R-Werts (von 0.86 auf 0.92) ist maximal von einer weiteren Stabilisierung
der Fallzahlen auf hohem Niveau auszugehen.

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