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(pd) Bis am 18. Dezember 2020 liegen vier Deponieprojekte in den Regionen Baden, Brugg, Fricktal und Zurzibiet zur Vernehmlassung und Mitwirkung auf. Damit werde die regionale und kantonale  Entsorgungssicherheit erhöht, teilt die Staatskanzlei Aargau mit.

Die Projekte wurden von den Initianten zusammen mit kommunalen, regionalen und kantonalen Stellen erarbeitet. In den Regionen Baden, Brugg, Fricktal und Zurzibiet wurden Deponieprojekte zur Erhöhung der regionalen und kantonalen Entsorgungssicherheit lanciert. In die Erarbeitung der Projekte waren kommunale, regionale und kantonale Stellen involviert. Alle Vorhaben werden nun zur Aufnahme in den kantonalen Richtplan beantragt. Das Departement Bau, Verkehr und Umwelt legt die Vorhaben zur Vernehmlassung
und Mitwirkung während drei Monaten – vom 14. September bis am 18. Dezember 2020 – öffentlich auf.

Drei Aushubdeponien Typ A in drei Regionen
Nicht alles im Kanton anfallende unverschmutzte Aushubund Ausbruchmaterial (Material vom Typ A) kann – beispielsweise in Materialabbaustellen – wiederverwertet werden. Es müssen zusätzliche Ablagerungsmöglichkeiten gefunden werden. Regionale Standortevaluationen führten zu Vorschlägen geeigneter Deponiestandorte. Beantragt werden die Standorte "Steindler" (Würenlos, Region Baden), "Chremet" (Eiken, Region Fricktal) und "Steibode" (Birrhard, Region Brugg) zur Aufnahme im Richtplan. Mit der Festsetzung im Richtplan wird die Voraussetzung geschaffen, um nach der Umsetzung in den kommunalen Nutzungsplanun-gen kurz- bis mittelfristig Deponien für Material des Typs A zu realisieren.
In Birrhard ("Steibode") und Eiken ("Chremet") sind an den evaluierten Deponiestandorten auch Kiesreserven vorhanden. Diese gilt es im Interesse des effizienten Umgangs mit den Ressourcen zu nutzen, bevor Aushubmaterial abgelagert wird. Diese beiden Projekte sind daher als kombinierte Abbau- und Auffüllvorhaben konzipiert. Sie sollen im Richtplan gleichzeitig auch als Materialabbaugebiete aufgenommen werden.

"Steinbruch Mellikon" im Zurzibiet als Deponie Typ B
Entsprechend dem kantonalen Bedarf nach zusätzlichen Ablagerungsmöglichkeiten für Material des Typs B (Inertstoffe) beabsichtigt die Steinbruch Mellikon AG, ihre Abbaustelle zusätzlich mit Typ-B-Material aufzufüllen. Das Bundesrecht lässt solche Ablagerungen nur in eigens dafür geschaffenen Deponien zu. Für das Projekt der Steinbruch Mellikon AG ist im Richtplan zunächst ein Deponiestandort festzusetzen. Die umweltrechtlichen Anforderungen können erfüllt werden. Der Gemeinderat Mellikon unterstützt das Vorhaben und beantragt die Anpassung des Richtplans. Das Projekt erhöht den Deckungsgrad für Material des Typs B kantonal auf rund 60 Prozent.
Mit dem zeitgleich erarbeiteten Deponieprojekt für Material des Typs B in Leuggern würde bei einem parallelen Betrieb der Bedarf an Deponien dieses Typs im Nordosten des Kantons überschritten. Daher unterstützt der Gemeinderat Leuggern die Aufnahme des Standorts als Vororientierung im Richtplan. Damit werden auf lange Sicht die notwendigen Volumina zur Ablagerung von Typ-B-Material gesichert. Über eine Festsetzung kann zu gegebenem Zeitpunkt entschieden werden. Die Aufnahme der Vororientierung in den Richtplan erfolgt durch den Regierungsrat und untersteht keiner Mitwirkung (Richtplan Kapitel G 4).

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