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(sw) Kirche mit allen Sinnen in seiner spannenden Vielfalt erleben – das wollten sich 77 Mädchen und Jungen der drei katholischen Pfarreien Oeschgen, Frick und Gipf-Oberfrick sowie der reformierten Kirche Frick anlässlich der zweiten Kinderkirchennacht auf keinen Fall entgehen lassen.

Eingeteilt in zwei Altersgruppen durften die Kinder und Jugendlichen fröhlich-spielerisch die Kirchen ausgiebig entdecken und erleben.
Musikalisch stimmten sich die Kleineren zwischen vier und neun Jahren in der Kirche St.Wendelin in Gipf-Oberfrick ein, begrüsst von Gemeindeleiter Martin Linzmeier, auf der Gitarre begleitet von Marcel Hasler. Vergnügt sangen sie vom wohltuenden Miteinander, davon, dass man in der Kirche nicht nur betet, sondern auch lachen und tanzen kann.
Danach gingen die Kids in Gruppen eingeteilt auf Entdeckungstour in und um das Gotteshaus. Sie erfuhren die Geschichte vom Heiligen St.Wendelin, der sich sogar «höchstpersönlich» die Ehre gab, den sie jedoch jeweils mit ihrem eigenen Gesicht verschönerten.
Sie durften die Gerüche von Weihrauch, Lavendel, Rosen oder Myrrhe erschnuppern und erraten, Geräusche aus dem Glockenturm hören und richtig einordnen, Gegenstände und die Blindenschrift ertasten, gezeigte Bildausschnitte der Kirche vor Ort finden Sie schmeckten selbstgefertigte Obstspiesse, rührten mit grosser Lust den Fladenteig an, um danach die Teiglinge über dem offenen Feuer zu brutzeln.
Mit einem Nachtritual und der Gute-Nacht-Geschichte über die beiden Zwillingsbrüder Jacob und Esau, die sich bitterlich zerstritten hatten, ging für sie der erlebnisreiche Abend zu Ende.

Erwartungsfroh und abenteuerlustig, schwer bepackt mit Schlafsack und anderen Utensilien trafen sich die «Grossen» im Alter zwischen neun und 15 Jahren im letzten Schein der wohlig warmen Abendsonne an der katholischen Kirche in Oeschgen. Nach dem Einchecken hiess sie Pfarreiseelsorger Ulrich Feger herzlich willkommen. Beim gemeinsamen Rate- und Bewegungsspiel ging es teils ziemlich hoch her, das Kirchengestühl wankte bedrohlich. Danach erzählte Sara von ihren Ehemann Abraham, dem Stammvater der drei Weltreligionen (Christentum Judentum, Islam). Abraham hatte einen Bund mit Gott geschlossen, der ihm soviel Nachkommen versprochen hatte, wie es Sterne am Himmel gibt und einen eigenen Sohn. Die frischgebackenen, überglücklichen Eltern nannten ihn Isaak. Sie erfuhren von Abrahams festen Glauben, vom Brandopfer und wie er Vater des Volkes Israel wurde.
Auf dem Weg von Oeschgen in die reformierte Kirche Frick fanden die Mädchen und Buben wunderschöne Sterne, die sie für Abraham sammelten und dabei ein kleines Ratespiel absolvierten. In der Kirche besuchten sie in Gruppen vier unterschiedliche Ateliers zum Thema «Licht und Schatten». Fantasievoll malten sie mit Leuchtdioden und Stäben im abgedunkelten Gemeindesaal farbige Lichtgraffiti in die Luft. Ein Fotoapparat hielt die Luftbilder fest. Herausgekommen waren herrliche Sterne oder lustige Schlangenlinien. Sie erlebten Jacob und die Himmelsleiter, Schattenspiele, bemalten sich gegenseitig mit Farben Gesicht und Arme, erfuhren immer wieder viel über Urvater Abraham. Sie enträtselten Geräusche der Nacht in zwei Zelten, übten sich in Achtsamkeit.

Mit jeder Menge Spass führte sie dann der Weg in die katholische Kirche Peter und Paul. Über den Feuerstellen konnte nach Herzenslust gebrätelt werden. Erst kurz vor Mitternacht baute jeder im Kirchenschiff sein nicht alltägliches Schlaflager auf, eine Gute-Nacht-Geschichte über Isaak, Rebekka (Isaaks Frau) sowie deren beiden Söhne Esau und Jacob beendete für alle diesen ereignisreichen Abend. Doch so schnell trat dann doch keine Nachtruhe ein. Deshalb war die Schlafenszeit eher kurz und manch einer rieb sich verwundert die Augen, als kurz vor sieben Uhr am Morgen kräftiges Orgelspiel zum Aufstehen rief. Ein leckeres Frühstück gab es noch, bevor diese gemeinsamen Stunden ein Ende fanden.
Das Coronaschutzkonzept kam dabei an allen Stationen voll zum Tragen.

Bilder: 77 Mädchen und Jungen erlebten eine spannende Kirchennacht. Fotos: zVg
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